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Dienstag 27.02.2024

 

Öffnungszeiten: 
Dienstag bis Sonntag und Feiertage: 10-18 Uhr

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Programm

Aktuelle Ausstellungen

Brücke zur geistigen Welt - Meisterwerke des Expressionismus

3. Februar bis 12. Mai 2024

Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts machte sich eine Reihe von Künstler:innen und Künstlergruppen auf, eine neue Kunst zu entwickeln, die den intensiven persönlichen Ausdruck betont. In Abkehr von der konservativen bürgerlichen Gesellschaft und in Ablehnung der veralteten Traditionen der staatlich
geförderten Kunstakademien wandten sie sich kühn vereinfachten oder verzerrten Formen und starken, manchmal unharmonischen Farben zu.

Der weitgefasste Stilbegriff „Expressionismus“ umfasst diese damals als avantgardistisch geltenden Kunstäußerungen der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Sie spiegeln eine Zeit intensiver sozialer und ästhetischer Veränderungen wider. Als Geburtsstunde des Expressionismus gilt die Gründung der Künstlergruppe „Brücke“ am 7. Juni 1905 in Dresden. Der Name „Brücke“ drückt den jugendlichen Eifer der vier Gründungsmitglieder – Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff – aus, in eine neue Zukunft gehen zu wollen. Unter der Leitung von Wassily Kandinsky und Franz Marc wurde im Jahr 1911 in München „Der Blaue Reiter“ als lose Vereinigung von Maler:innen gegründet. Sie teilten das Interesse an abstrakten Formen und der symbolischen Assoziation von Farben, die ihrer Ansicht nach spirituelle Werte hatten.

Neben diesen beiden großen Künstlergruppen gibt es noch eine Reihe von Künstler:innen, die auf der Suche nach expressionistischen Ausdrucksformen individuelle Wege beschritten. Sie alle verbindet die intensive Auseinandersetzung mit den druckgrafischen Techniken und ihren spezifischen Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Holzschnitt mit seinen groben Furchen und gezackten Linien ist als die herausragende künstlerische Technik des Expressionismus bekannt geworden, aber die Expressionist:innen revolutionierten auch die Formensprache der Radierung und der Lithografie. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über den deutschen Expressionismus. Präsentiert werden rund 130 Holz- und Linolschnitte, Radierungen und Lithografien, ergänzt um ausgewählte Gemälde und Skulpturen, von 17 maßgebenden Künstlern. Sämtliche Werke stammen aus einer bedeutenden deutschen Privatsammlung und werden in dieser Form erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert.

Picasso & Hemingway

3. Februar bis 12. Mai 2024

Pablo Picasso und Ernest Hemingway zählen in ihren jeweiligen künstlerischen Betätigungsfeldern zu den bedeutendsten Innovatoren der Klassischen Moderne: Picasso hat bis in die Nachkriegsjahre hinein auf Augenhöhe mit den jeweiligen Avantgardebewegungen seiner Zeit agiert und als Jahrhundertkünstler maßgeblich zur Entwicklung der Kunst der Moderne beigetragen. Hemingway gilt als Inbegriff der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. 1953 erhielt er den Pulitzerpreis und ein Jahr später den Literaturnobelpreis.

Picasso und Hemingway lernten sich in den Roaring Twenties in Paris im Salon der US-amerikanischen Schriftstellerin und Kunstsammlerin Gertrude Stein kennen. Während Stein zu Beginn des Jahrhunderts zu einer Förderin Picassos wurde, gab sie Hemingway und der Lost Generation in den 1920er-Jahren entscheidende literarische Impulse. Beide Künstler setzen sich intensiv mit dem Spanischen Bürgerkrieg auseinander und schufen mit dem Gemälde Guernica und dem Roman Wem die Stunde schlägt zwei der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts.

Die Studioausstellung verfolgt mit rund 50 Exponaten in vier Ausstellungskapiteln Leben und Werk der beiden Künstler und stellt Bilder Picassos mit Texten Hemingways in einen anregenden Dialog. Eingeleitet wird die Präsentation durch Momentaufnahmen der beiden bedeutenden Fotografen Robert Capa und David Douglas Duncan, die intime Einblicke in Lebensstationen und Schaffensprozesse von Picasso und Hemingway ermöglichen. Die Ausstellung widmet sich im Anschluss Hemingways Zeit in Paris, die er in „Paris – Ein Fest fürs Leben“ eindringlich beschreibt und stellt den Texten Hemingways Picassos klassizistische Porträts von Literaten der 1920er-Jahre gegenüber. Im darauffolgenden Kapitel werden Picassos und Hemingways künstlerische Schaffensprozesse beleuchtet. 

Der Ausstellungsparcours endet mit Picassos und Hemingways künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Stierkampf, den der amerikanische Schriftsteller in seinen Texten „Fiesta“ und „Tod am Nachmittag“ eindringlich schildert und der bei Picasso ein Lebensthema bildet.