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Dienstag 23.07.2024

 

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Die Wahrheit ist das beste Bild. Robert Capa – Retrospektive

25. Mai - 29. September 2024
Das Picasso-Museum zeigt in der Ausstellung rund 100 Fotografien von Robert Capa. Der gebürtige Ungar Robert Capa (eigentlich Endre Friedmann) zählt zu den bekanntesten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Einen Namen macht er sich insbesondere als Kriegsfotograf. Bereits 1939 wird er als der „berühmteste Kriegsfotograf der Welt“ international gefeiert. Die Präsentation ist eine Kooperation mit der Fotoagentur Magnum Photos anlässlich seines 70. Todestages.

Capa scheut kein Risiko, um das Grauen der Kriege im Bild zu bannen. Im Zentrum seines fotografischen Schaffens steht immer der Mensch und so wird sein Schaffen auch der sogenannten humanistischen Fotografie zugerechnet.

Der berufliche Aufstieg Capas in den 1930er-Jahren fällt in die große Blütephase des Fotojournalismus. So arbeitet er für zahlreiche französische, englische und amerikanische Zeitschriften, zu deren prominentesten Time, Vu und Life zählen.

Weltruhm erlangt Capa mit ikonischen Fotos wie dem „Tod des Milizionärs“ im Spanischen Bürgerkrieg im Jahr 1936. Das Bild, das einen Soldaten im Moment seiner Erschießung durch feindliche frankistische Truppen zeigt, gibt bis heute Rätsel auf. Der Ort des Geschehens, die Identität des Getöteten und vor allem die Frage, ob das Foto nicht gestellt ist, beschäftigt seit fast 50 Jahren die Fachwelt.

Die deutsche Fotografin Gerta Pohorylle, Capas große Liebe, verliert im spanischen Bürgerkrieg mit nur 27 Jahren ihr Leben. Gemeinsam mit ihr hat Endre die Gestalt des vermeintlich amerikanischen Starfotografen Robert Capa erfunden, zu dem er ab 1936 wird. 

Robert Capa fotografiert die größte Militäroperation der Wertgeschichte – die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944. Die Bilder schießt er unter Lebensgefahr während der ersten Angriffswelle. Mit seinen elf im Morgengrauen geschossenen Bildern von der Invasion am Omaha Beach hat Capa Foto- und Zeitgeschichte geschrieben. Der als D-Day in die Weltgeschichte eingegangene Tag jährt sich während der Ausstellungslaufzeit zum 80. Mal.

Capas Leben gestaltet sich wie ein Abenteuerroman. So ist er mit Ernest Hemingway befreundet, den er im Spanischen Bürgerkrieg kennenlernt. Der rastlose Fotograf ist zeitweise Liebhaber der Schauspielerin Ingrid Bergmann. 1946 erwirbt Capa die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1947 gründet er gemeinsam mit David Seymour und Henri Cartier-Bresson in New York die Fotoagentur Magnum, die bis heute besteht.

Capa artikuliert einmal den Wunsch, er möge als Kriegsfotograf arbeitslos werden, doch dieser fromme Wunsch erfüllt sich nicht. Im Indochinakrieg begleitet er einen französischen Militärkonvoi und wird am 25. Mai 1954 beim Fotografieren von einer Antipersonenmine getötet. Der Mann der 70.000 Fotos wird nur 40 Jahre alt.

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Bildtitel von oben nach unten:
Pablo Picasso und Françoise Gilot, Golfe-Juan, Frankreich, August 1948 © Robert Capa © International Center of Photography, Magnum Photos
Motorradfahrer und Frau zu Fuß auf der Straße von Nam Dinh nach Thai Binh, Vietnam, 25. Mai 1954 © Robert Capa © International Center of Photography, Magnum Photos
Landung der amerikanischen Truppen am Omaha Beach, Normandie, Frankreich, 6. Juni 1944 © Robert Capa © International Center of Photography, Magnum Photos
Republikanischer Milizionär verabschiedet sich vor der Abfahrt eines Truppenzugs an die Front, Barcelona, August 1936 © Robert Capa © International Center of Photography, Magnum Photos
 

Picasso - Krieg und Frieden

25. Mai - 29. September 2024
Die parallele Studioausstellung „Picasso – Krieg und Frieden“ ist Picassos künstlerische Antwort auf die Fotoausstellung über Robert Capa. Die Schau untersucht Picassos künstlerischen Umgang mit den Themen Krieg und Frieden und widmet sich seinen Bildkommentaren zu den politisch-militärischen Konflikten seines Jahrhunderts. Zugleich zeigt sie Picassos künstlerischen Hoffnungssymbole wie seine berühmte Friedenstaube. 

In drei Räumen werden rund 30 Grafiken aus dem Eigenbestand des Picasso-Museum ausgestellt. Die Lithografien, Radierungen und Linolschnitte decken einen Schaffenszeitraum von 1930 bis in die 1960er-Jahre ab. 

Picassos Engagement für Frieden und Freiheit hatte sich am Schicksal seiner spanischen Heimat entzündet, wo 1939 nach jahrelangem Bürgerkrieg der Faschist Franco die Macht übernahm. 

 "Der Besucher lernt in der Ausstellung den politisch engagierten Künstler Picasso kennen, dessen Schaffen der Nachkriegsjahre im komplexen Spannungsfeld zwischen den Interessen der Kommunistischen Partei, der Sorge um die atomare Bedrohung und der Freude über sein privates Glück sowie seiner künstlerischen Neuerfindung in Südfrankreich steht," resümiert der Kurator Alexander Gaude. 

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