Vortragsreihe "Im Rausch der Moderne - Europäische Avantgarden 1857-1924"

Veranstaltungsreihe des Picasso-Museums in Kooperation mit der WWU Münster
Veranstaltungsort: Foyer des Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, Eintritt frei!

Von Torpedos, Flugzeugpropellern und automatischen Klavieren. George Antheil - Der "Bad Boy of Music"

Prof. Dr. Michael Custodis, © maz

Donnerstag, 6. Februar 2020, Beginn: 19.00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Michael Custodis (WWU Münster)
Ort: Kunstmuseum Pablo-Picasso-Münster, Picassoplatz 1, Foyer, 48143 Münster


Der Avantgardekomponist George Antheil ist in der Musikwelt für Skandale und Desaster bekannt. Der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Michael Custodis von der WWU Münster hält am Donnerstag (6.2.) im Picasso-Museum einen Vortrag über den US-Amerikaner. Unter den Thema „Von Torpedos, Flugzeugpropellern und automatischen Klavieren. George Antheil - Der Bad Boy of Music” beleuchtet Custodis das Leben und künstlerische Schaffen Antheils. Er revolutionierte in den wilden 1920er-Jahren in Paris die Musikwelt und machte in den 1930er- und 1940er-Jahren in Hollywood Karriere als Filmkomponist, Kriminalautor und Erfinder. Die Veranstaltungsreihe "Im Rausch der Moderne - Europäische Avantgarden 1857-1924“ ist eine Kooperation zwischen dem Picasso-Museum und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der Vortrag findet am 6.2. um 19 Uhr im Foyer des Picasso-Museums statt. Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Picasso-Museum, Picassoplatz 1, Münster.

Von Gauguin bis Picasso. Ambroise Vollard - Händler der Avantgarden

Alexander Gaude

Donnerstag, 26. März 2020, Beginn: 19.00 Uhr
Vortrag von Alexander Gaude (Kunstmuseum Pablo Picasso Münster)
Ort: Kunstmuseum Pablo-Picasso-Münster, Picassoplatz 1, Foyer, 48143 Münster

Baudelaire und Paris. Flüchtige Gegenwart und Phantasmagorie

Prof. Dr. Karin Westerwelle

Donnerstag, 23. April 2020, Beginn: 19 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Karin Westerwelle (WWU Münster)
Ort: Kunstmuseum Pablo-Picasso-Münster, Picassoplatz 1, Foyer, 48143 Münster

Sonne, Licht, Farbe - Der Aufbruch der spanischen Malerei in die Moderne. Von Joaquín Sorolla bis Salvador Dalí

Prof. Dr. Helmut C. Jacobs, © Frank Preuss

Donnerstag, 16. Januar 2020, Beginn: 19.00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Helmut C. Jacobs (Universität Essen)
Ort: Kunstmuseum Pablo-Picasso-Münster, Picassoplatz 1, Foyer, 48143 Münster


Im Jahr 1898 erfährt Spanien mit der Jahrhundertwende und den Verlusten seiner letzten überseeischen Kolonien nach dem Krieg gegen die USA einen wichtigen Einschnitt, der auch die Künste betrifft. Die politische Niederlage löst unter den spanischen Malern und Schriftstellern eine tiefgreifende Identitätskrise aus, die nicht nur die Suche nach dem genuin Spanischen, sondern auch die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksmitteln bewirkt. Der Aufbruch in die Moderne, von Malern wie Joaquín Sorolla, Hermen Anglada Camarasa und Ignacio Zuloaga eingeleitet, wird von den Nachfolgern Picasso, Miró und Dalí zunächst aufgenommen, dann aber viel radikaler weitergeführt, sowohl im Themenspektrum als auch den künstlerischen Ausdrucksmitteln.

Prof. Dr. Helmut C. Jacobs, seit 1997 Professor für Romanistik mit dem Schwerpunkt Spanisch an der Universität Duisburg-Essen, hat zahlreiche Bücher zu Goya und der Malerei der spanischen Moderne veröffentlicht.

Kulinarische Avantgarden. Kunst, Essen und Trinken mit Picasso, Hemingway, Dalí und den Futuristen

Markus Kopf

Donnerstag, 28. November 2019, Beginn: 19.00 Uhr
Ein literarisches Diner mit Markus Kopf
Ort: Kunstmuseum Pablo-Picasso-Münster, Picassoplatz 1, Foyer, 48143 Münster

Der renommierte Regisseur und Schauspieler Markus Kopf lädt in das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster die Besucher im Rahmen einer einzigartigen Lesung in die Welt der Kunst des Genusses ein. In einem literarischen Streifzug erkundet Kopf die Festbankette, Restaurants und Küchen der europäischen Avantgarden. Von den Anekdoten und Gerichten von Alice B. Toklas, die als Lebensgefährtin der berühmten US-amerikanischen Sammlerin Gertrude Stein in den Roaring Twenties und Thirties so illustre Gäste wie Pablo Picasso, Henri Matisse, F. Scott Fitzgerald, Ezra Pound oder auch Jean Cocteau bekochte bis hin zu den berühmten surrealistischen Partys von Gala und Salvador Dalí, führt der vergnügliche Abend durch die Restaurants, Festgesellschaften und nicht zuletzt Kochtöpfe der Künstler, Literaten und Sammler der Moderne. Bon appétit!

»Der Rausch der Jahre. Als Paris die Moderne erfand«

Donnerstag, 24. Oktober 2019, Beginn: 19.00 Uhr
Buchvorstellung mit Autorin Prof. Dr. Walburga Hülk-Althoff (Universität Siegen)
Ort: Kunstmuseum Pablo-Picasso-Münster, Picassoplatz 1, Foyer, 48143 Münster
Moderation: Prof. Dr. Markus Müller

Paris, 2. Dezember 1851: Louis Napoleon, Neffe des großen Napoleon Bonaparte, putscht sich an die Macht. Mit ihm wird Frankreich zum Zentrum der Welt. Es ist die Zeit der Gegensätze: Dekadenz und Reichtum auf der einen Seite, Unterdrückung und unmenschliche Arbeitsverhältnisse auf der anderen. Inmitten dieser turbulenten Zeiten kämpfen die Brüder Goncourt mit der Zensur, Victor Hugo muss das Land verlassen, Flaubert treibt sich im Bordell herum und Baudelaire raucht Haschisch. George Sand macht sich Sorgen um das Klima. Neben wegweisender Kunst und Literatur der Moderne entstehen im Zweiten Kaiserreich auch ein gigantisches Eisenbahnnetz, Frachthäfen, Fabriken und Bergwerke, Boulevardpresse und Spekulationsblasen. Haussmann walzt das verwinkelte Paris nieder und durchzieht die Stadt mit großen Boulevards. Der Krimkrieg ist der erste nach modernen Maßstäben geführte Krieg, der Suezkanal verändert den Welthandel nachhaltig. Kurz: Alles ändert sich rasend schnell. Bis Napoleon III. sich 1870 von der »Emser Depesche« provozieren lässt ...

Zur Autorin:
Walburga Hülk-Althoff, Jahrgang 1953, ist Professorin für romanische Literaturen an der Universität Siegen. Zuvor lehrte sie in Freiburg und Gießen und war Gastprofessorin an der University of California in Berkeley sowie in Valenciennes und Paris. Sie gilt als Expertin für das 19. Jahrhundert in Frankreich und hat sich in zahlreichen Studien mit der Literatur und Kunst in der Moderne befasst. Sie lebt in Münster.

Walburga Hülk, Foto: Massimiliano Manzan