Picasso - Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube

26.04.2018

Münster. Vom Spanischen Bürgerkrieg über den Zweiten Weltkrieg bis hin zum Kalten Krieg hat Pablo Picasso die Kriegsschrecken des 20. Jahrhunderts intensiv künstlerisch reflektiert. In der Ausstellung „Picasso – Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube“ (28.4.-2.9.2018) zeigt das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster seine Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg, sein Engagement für den Frieden und die bewegte Rezeptionsgeschichte seiner Werke mit rund 60 Exponaten aus europäischen musealen Sammlungen, darunter Gemälde, Skulpturen und Grafiken.

„Die Ausstellung spannt einen Bogen von Picassos Anti-Kriegsbild „Guernica“ bis hin zu seiner weltberühmten Friedenstaube“, so Museumsleiter und Kurator der Ausstellung Prof. Dr. Markus Müller. „Beide Werke entwickelten sich zu Ikonen der Moderne, die bei Friedensdemonstrationen bis heute immer wieder als Bildzitate Verwendung finden.“

Fotografien von Picassos Lebensgefährtin Dora Maar geben dem Ausstellungsbesucher einen spannenden Einblick in die Entstehungsgeschichte des Jahrhundertgemäldes „Guernica“, in dem Picasso die Schrecken des Spanischen Bürgerkrieges bildgewaltig einfängt. In seiner überlebensgroßen, während des Zweiten Weltkrieges in Paris entstandenen Skulptur „Mann mit Schaf“ hingegen schöpft Picasso aus alten Bildtraditionen und verweist auf den Holocaust. Er liefert hiermit einen künstlerischen Gegenentwurf zur Ästhetik der nationalsozialistischen Besatzer.

Picassos politisches Engagement für die Ziele der Friedensbewegung in der Nachkriegszeit ist ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung. Er schuf nach seinem Eintritt in die Kommunistische Partei Frankreichs verschiedene Versionen seiner „Friedenstaube“, die weltweit als Motiv für Friedensplakate genutzt und gleichzeitig von der Propaganda der Sowjetunion sowie der DDR instrumentalisiert wurden.

Im Rahmen des musealen Kooperationsprojektes „Frieden. Von der Antike bis heute“ zeichnet die Präsentation das faszinierende Porträt eines politischen Picassos, dessen künstlerische Beiträge zu Krieg und Frieden zwischen Widerstand und Vereinnahmung, zwischen Protest und Propaganda standen und stehen. Abgerundet wird die Präsentation durch Arbeiten der zeitgenössischen Künstlerinnen Tatjana Doll und Renata Jaworska, die Picassos Werk aus der Perspektive der Gegenwart interpretieren und weiterdenken.

Die École de Paris im Zirkus (28.4.-2.9.2018)
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilten die Künstler der „École de Paris“ eine gemeinsame Passion: Die Liebe zum Zirkus. Unweit ihrer Ateliers am Montmartre besuchten Sie regelmäßig die Aufführungen des Cirque Médrano, dessen Clowns, Hochseilartisten, Akrobaten, Jongleure und Tiere Eingang in ihre Bilder fanden. Im Rahmen dieser Ausstellung präsentiert das Picasso-Museum mit rund 50 Grafiken die atemberaubenden Zirkuswelten von Künstlern wie Pablo Picasso, Georges Rouault, Marc Chagall, Fernand Léger und Henri Matisse.

Öffnungszeiten: Di-So: 10.00-18.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten anlässlich des Katholikentages 2018 in Münster (09.05.-13.05.2018): 10.00 - 22.00 Uhr

Öffentliche Führungen: Samstag, Sonntag und Feiertage: 15 Uhr und 16:30 Uhr
Kombiführungen: Mittwoch, Samstag und Sonntag

Katalog:
Ein Katalog zur Ausstellung „Picasso - Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube“ ist für 19,00 Euro an der Museumskasse erhältlich (Sandstein Verlag, 120 Seiten, 97 Abbildungen, deutsch), Museumsausgabe: 19 €, Buchhandelsausgabe: 24 €

Fünf Bände im Schuber zur Gesamtausstellung "Frieden - Von der Antike bis heute"
zusammen über 1.000 Seiten mit über 800 Abbildungen
ISBN: 978-3-95498-388-9, Preis: 98 €

Pressekontakt:
Birthe Sarrazin
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Tel. 0251/41447-13
b.sarrazin@picassomuseum.de


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