Picasso/Miró - Eine Künstlerfreundschaft

Joan Miró, Notturno, 1958, Lithografie © Successió Miró/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

19. September 2020 - 31. Januar 2021

Anlässlich seines 20jährigen Bestehens widmet sich das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster der außergewöhnlichen kreativen Beziehung zwischen den beiden spanischen Jahrhundertkünstlern Pablo Picasso und Joan Miró. Im Februar 1920 trafen sie erstmalig in Paris zusammen, als der zwölf Jahre jüngere Miró dem bereits arrivierten Landsmann einen Besuch abstattete. Beide verband fortan eine lebenslange Freundschaft.

Die Jubiläumsausstellung zeichnet die sich immer wieder kreuzenden künstlerischen Wege von Picasso und Miró nach. Über 100 Exponate der beiden Künstler werden in Münster im Dialog gezeigt: Durch exemplarisch ausgewählte Werke geht die Präsentation dem Einfluss nach, den der Surrealismus auf ihr Schaffen in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren hatte. Ferner wird beleuchtet, wie beide Spanier schöpferisch mit der Kunstgeschichte in Gestalt von Variationen nach alten Meistern umgingen. Die Gegenüberstellung ihrer grafischen Werke erlaubt dabei im Ausstellungskontext ihr unterschiedliches Bilddenken und ihre differierenden Arbeitsweisen zu erkunden. Während Miró seine Grafiken minutiös entwarf, ging Picasso operativ, ohne präzise Bildidee ans Werk und konkretisierte diese erst bei der Arbeit. So führte er einmal aus: „Ein Bild ist nicht von vornherein fertig und ausgedacht. Während man daran arbeitet, verändert es sich im gleichen Maße wie die Gedanken.“