Vortragsreihe in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Prof. Dr. Andreas Blödorn - Schiffsreisen und Meerestiefen

Prof. Dr. Andreas Blödorn

Literarische Seestücke im 19. Jahrhundert

12.12.2017 um 19:00 Uhr
Seit jeher hat das Meer den Menschen fasziniert und seine Imaginationskraft angeregt. Bilder vom Meer existieren aber nicht nur in der Bildenden Kunst. Auch Mythologie und Literatur haben dieser Faszination in zahlreichen Geschichten und Legenden Ausdruck gegeben und erzählen von Seereisen und Abenteuern, von Leidenschaft und Aufbruch, aber auch von Einsamkeit, Ängsten und Untergang. Seit Homers „Odyssee“ zeugt die Literatur von unbekannten Gefahren und Herausforderungen, denen sich der Seefahrende auf der Weite des Meeres aussetzt. Als unentdecktes, unvorstellbares Reich der Tiefe steht das Meer zugleich nicht selten auch für die Seelenreise ins eigene Ich. Gerade das chaotisch Ungeordnete des bedrohlichen Meeresreichs entwickelt dabei im Lauf des 19. Jahrhunderts eine neue Anziehungskraft für künstlerische Gestaltungen. In der beginnenden Moderne schließlich wandelt sich das Meer von einem symbolischen zu einem ambivalenten, psychisch aufgeladenen Sehnsuchtsort. Von Goethe über Heine und Theodor Storm bis hin zum frühen Thomas Mann: Der Vortrag nimmt Kurs auf ‚literarische Seestücke’ der deutschen Literatur seit dem 19. Jahrhundert, in denen diese Ambivalenz von Verlockung und Bedrohung, von Fernweh und Heimweh, erfahrbar wird.

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

 

 

Prof. Dr. Karin Westerwelle - Proust in der Normandie

09.01.2018 um 19:00 Uhr

 

 

Dr. Andrea Witte - Vom Impressionismus zum Neoimpressionismus

Im Spannungsfeld zwischen Lichtexperiment und Farbbefreiung

16.01.2018 um 19:00 Uhr

Alexander Gaude - Monet in der Normandie

Alexander Gaude, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Picasso-Museums Münster

21.11.2017 um 19:00 Uhr
Claude Monet besaß zeitlebens eine enge biografische als auch künstlerische Verbindung zur Normandie. Im Kindesalter zog er mit seiner Familie von Paris nach Le Havre, wo er die entscheidenden Impulse für seine künstlerische Entwicklung erhielt. In der Folgezeit hielt Monet in zahlreichen Gemälden die Strände und Steilküsten, die Hafenstädte und Fischerdörfer sowie die Flüsse und Landschaften der Normandie in unterschiedlichen Stimmungen und Wetterlagen in seinen flüchtigen Bildkompositionen fest. In einer Vielzahl von Kampagnen bereiste Monet u.a. die normannischen Städte und Gemeinden Deauville, Trouville, Sainte-Adresse, Étretat, Fécamp, Pourville, Dieppe oder Rouen und schuf dabei Gemälde, die zu den bedeutendsten Werken des Impressionismus gezählt werden. Im Rahmen dieses öffentlichen Abendvortrages lädt das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster zu einer Suche nach den Spuren Claude Monets in der Normandie ein.
Alexander Gaude ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kunstmuseum Pablo Picasso Münster und war in die Konzeption und Realisierung der Ausstellung „Die Impressionisten in der Normandie“ involviert.

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

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