Der besondere Blick auf...

… lieben & lieben lassen 

Donnerstag, den 11. Dezember 2014, 19:00 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung Klimt, Schiele, Kokoschka - Die Verführung der Linie 

„Während der psychoanalytischen Behandlungen hat man reichlich Gelegenheit, sich Eindrücke aus dem Liebesleben der Neurotiker zu holen, und kann sich dabei erinnern, dass man ähnliches Verhalten auch bei durchschnittlich Gesunden oder selbst bei hervorragenden Menschen beobachtet oder erfahren hat.“
Sigmund Freud

Wien um 1900: Fin de Siècle und Aufbruch in die Moderne, Décadence und die Feier des Fortschritts - in der Metropole der untergehenden Donaumonarchie verändert sich in dieser Zeit auch der Blick auf den Menschen und auf dessen Liebesleben. Aus unterschiedlichen Perspektiven, mit unterschiedlichen Methoden sezieren um die letzte Jahrhundertwende zwei Männer in dieser Stadt das Verhältnis der Geschlechter: Sigmund Freud und Arthur Schnitzler. Im gleichen Jahr, in dem Freud das erste Mal in einem Aufsatz den Begriff Psychoanalyse verwendet, schreibt Schnitzler an seinem Skandalstück Reigen. Und während Sigmund Freud und Arthur Schnitzler auf wissenschaftlichem und literarischem Wege die Sexualität als vitale menschliche Triebfeder untersuchen, experimentiert in der bildenden Kunst das bekannte Wiener Dreigestirn Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka mit zeichnerischen Mitteln auf dem Feld der Erotik.

Freuen Sie sich gemeinsam mit Christina Lahmann auf selten gezeigte Exponate aus österreichischen Museen und Privatsammlungen in der aktuellen Sonderausstellung des Kunstmuseum Pablo Picasso Münster. Erleben Sie dabei die Verführung der Linie in der Wiener Moderne mit dem  Kunsthistoriker Dr. Alfred Pohlmann. Und entdecken Sie die Kreativität der Psyche in den Schriften Sigmund Freuds und den Willen des Körpers in der Sprache Arthur Schnitzlers. Die Schauspieler Stefanie Kirsten und Markus Kopf werden an diesem Abend u.a. Schnitzlers szenischem Liebes-Rondo Reigen einen Körper geben – Mann und Frau bei der immerwährenden Wiederholung des Unwiederholbaren und immer wieder der Sturz aus dem Dialog in die Mechanik des beseelten Körpers. „Mehr nicht? – Mehr nicht, aber so viel doch!“

Dauer ca. 45 Minuten, im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem Ausstellungsbesuch bis 20:30 Uhr. Die Veranstaltung findet in den Ausstellungsräumen statt.

Kartenvorverkauf ab 14.11.2014 während der Öffnungszeiten an der Museumskasse

Eintritt: 15 € / 12 € ermäßigt 

denl    [Impressum]