Das Picasso ABC

13.11.2008

Mit dem Meister sehen lernen

Das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster zeigt ab 14. November wieder zahlreiche Werke aus dem eigenen Bestand. Unter dem Motto „Das Picasso ABC – Mit dem Meister sehen lernen“ greift das Museum in ständigem Wechsel verschiedene künstlerische Themen aus dem Leben und Werk Picassos auf, um sie anhand exemplarischer Grafiken zu illustrieren.

„Mit dem Picasso ABC zeigen wir vor allem die selten gezeigten Werke unseres eigenen Bestandes“, kündigt Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller an. Parallel zu den Sonderausstellungen präsentiert das Museum jeweils zwei Buchstaben. Den Auftakt bilden die The-mengruppen „A wie Atelier“ und „B wie Bordell“. Im Laufe der nächsten Jahre wandert die Präsentation  einmal quer durch das Alphabet.

A wie Atelier
Wie wohl kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts machte Picasso sich und seine Musen zum Gegenstand seiner künstlerischen Begierde. Den rahmenden Hintergrund für das kreative Zusammentreffen von Maler und Modell bildet in zahllosen Werken des Künstlers sein Atelier. In Picassos Bildern wird es zum Labor von Stilen und Ideen, wodurch seine Atelierdarstellungen auch als gemalte oder gezeichnete Selbst-bekenntnisse zu verstehen sind.

B wie Bordell
Der zweite Teil der Präsentation widmet sich Picassos Darstellung von Bordell- und Haremsszenen, die häufig im Dialog mit Werken alter Meister entstanden. Der große Kunst-sammler Heinz Berggruen schenkte dem Münsteraner Museum zu seinem fünften Geburtstag fünf Picasso Grafiken. Einige hiervon sind künstlerische Variationen Picassos auf Bordellbilder des Franzosen Edgar Degas. Mit ihrer unverhohlenen Erotik prägten sie vor allem die Bildsprache seines Spätwerkes.

 


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