Henri Matisse

01.02.2008

Kunst wie sie im Buche steht

Die Ausstellung vereint Malerbücher von Henri Matisse (1869-1954) aus der umfangreichen Sammlung der Eheleute Classen, die als Stiftung 2002 im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster eine neue Heimat gefunden hat.
Die Präsentation spannt einen zeitlichen Bogen von den frühen 30er Jahren bis ins Jahr 1954, dem Todesjahr des Künstlers. Die ausgestellten Werke liefern einen repräsentativen Querschnitt durch das buchgrafische Schaffen des Malers Henri Matisse.

Bei Malerbüchern handelt es sich um aufwendig gestaltete Bücher auf kostbaren Büttenpapieren, die von Künstlern mit Originalgrafik geschmückt wurden. Im Malerbuch geben sich Literatur und bildende Kunst ein Stelldichein und stehen in schöpferischer Zwiesprache.
Henri Matisse war begeisterter Leser. In späten Jahren ließ er sich häufig vorlesen, um seine Augen für die künstlerische Arbeit zu schonen. Der Gestaltung eines Malerbuchs geht bei ihm in der Regel eine monatelange geistige Aneignung eines literarischen Werks voraus. Im Œuvre von Matisse verstärkt sich das buchgrafische Schaffen merklich in den 40er und frühen 50er Jahren. Es handelt sich somit zumeist um Werke des reifen, über 70-jährigen Künstlers. Krankheit und Rekonvaleszenz nach schweren Operationen im Januar 1941 bilden die biografischen Rahmenbedingungen für die sich intensivierende Beschäftigung mit dem Medium des Malerbuchs.


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