Pablo Picasso und Jacqueline - Vorletzte Gedanken

25.11.2005

25.11.05 bis 12.2.06

Die Präsentation unter Schirmherrschaft des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers ist Bestandteil eines Ausstellungszyklus, der den Einfluss der jeweiligen Musen auf das Schaffen Pablo Picassos beleuchtet. Die Ausstellung ist maßgeblich den letzten beiden Lebens- und Schaffensjahrzehnten im Werk Picassos gewidmet. Mitte der fünfziger Jahre tritt Jacqueline Roque in sein Leben und wird im Jahre 1961 seine letzte Ehefrau. Jacquelines markantes, klassisches Profil tritt sogleich ins Zentrum von Picassos Bildwelt.
Der hochbetagte Künstler erobert neue Techniken und Ausdrucksformen. So entstehen zu Beginn der sechziger Jahre Metallskulpturen, bei denen gleich Klappbildern die Bildflächen vor- und zurückweichen. Die neuen künstlerischen Techniken sind wie ein Jungbrunnen für den Künstler. "Ich habe immer mehr zu sagen und immer weniger Zeit", soll er in späten Jahren einmal ausgeführt haben.
Im Wettlauf mit dem nahenden und unausweichlichen Tod entwickelt Picasso noch einmal eine fulminante Schöpferkraft. Der schnelle, flüssige Duktus der Bilder der letzten Jahre zeugt von Picassos Lauf gegen die verrinnende Zeit. Bildfüllende Kompositionen entstehen in suggestiver Nahsicht. In zahllosen Atelierbildern umkreist Picasso den Ort seines eigenen Schaffens und meditiert über die künstlerische Verwandlung der Wirklichkeit. Als lebende Legende tritt er in einen imaginären Dialog mit den Großmeistern der Kunstgeschichte. Eine überbordende Erotik erfüllt die Werke der letzten Schaffensjahre. Der Betrachter wird zum Voyeur der zahllosen Liebesvereinigungen.
160 Leihgaben aus insgesamt 23 europäischen Museen und Sammlungen sind in der Ausstellung zu bewundern. Es entsteht so ein ungemein dichtes Bild der letzten Schaffensjahre Picassos. Das Pariser Musée Picasso, das Centre Georges Pompidou, das Museu Picasso in Barcelona, die Staatsgalerie Stuttgart sowie die Sammlung Berggruen in Berlin sind unter anderem Leihgeber der gezeigten Werke.


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