Ausstellungsarchiv

Von Arp bis Picasso
Die Sammlung der Fondation des Treilles

30. April - 21. August 2016
Die Ausstellung zeigt die Kollektion der in Deutschland weitestgehend unbekannten französischen Kunstliebhaberin Anne Gruner Schlumberger (1905-1993). Sie vereinigte in ihrer einzigartigen Sammlung Meisterwerke des Who´s Who der Klassischen Moderne, darunter Skulpturen, Gemälde, Grafiken und Malerbücher von so prominenten Künstlern wie Hans Arp, Viktor Brauner, Hans Bellmer, Jean Dubuffet, Max Ernst, Henri Laurens, Fernand Léger und Pablo Picasso. Dabei bilden insbesondere die Werke surrealistischer Künstler wie Max Ernst oder Victor Brauner, mit denen Anne Gruner Schlumberger auch privat befreundet war, einen Sammlungsschwerpunkt.

Giganten! Picasso und die Klassik

30. April - 21. August 2016
Im Rahmen dieser Ausstellung mit Werken des Eigenbestandes treten Pablo Picassos berühmte Illustrationen zu Ovids „Metamorphosen“ und Aristophanes´„Lysistrata“ in einen spannenden Dialog mit Abgüssen antiker Plastiken aus den Beständen des Archäologischen Museums der Westfälischen Wilhelms-Universität, die teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammen. Ergänzt werden die Werke durch klassizistische Grafiken von Henri Matisse und Aristide Maillol. Die Präsentation gewährt dem Besucher einen lebhaften Einblick in eine einzigartige Phase der Moderne, als die Vergangenheit einen künstlerischen Maßstab und kreativen Impuls für die Zukunft versprach.

Le Corbusier - Zeichnen als Spiel

13. Februar - 24. April 2016
Le Corbusier (1887-1965) – mit bürgerlichem Namen Charles-Édouard Jeanneret – ist der Wegbereiter der architektonischen Moderne. Durch seine visionären Ideen prägte der Schweizer die Auffassung von einem fortschrittlichen, mit modernen Technologien im Einklang stehenden Bauen, Wohnen und Leben in der Großstadt. In über 50 Schaffensjahren entwickelte, plante und realisierte Le Corbusier – meistens aus Beton bestehende – Gebäude in Europa, Asien und Amerika, die nachhaltig die Wahrnehmung unserer Städte veränderten und entscheidenden Einfluss auf die Architektur der Moderne ausübten.

Neben seiner Tätigkeit als Architekt und Literat blieb sein künstlerisches Schaffen von der Öffentlichkeit dagegen eher unbeachtet. Le Corbusier selbst betonte jedoch immer wieder, dass seine Architektur auf seinem malerischen und zeichnerischen Werk basiere und ohne dieses nicht vorstellbar sei: „Jeder Tag meines Lebens war zu einem Teil dem Zeichnen gewidmet. Auf der Suche nach den Geheimnissen der Form habe ich unaufhörlich gezeichnet und gemalt.“

Picasso - Lust/Objekt

13. Februar - 24. April 2016
Gläser, Flaschen und Schalen, Blumen und Früchte, Türknäufe und Fensterläden, Knöpfe, Mäntel und Lampen, Pfeffermühlen und Muscheln – Picassos Welt der Dinge ist vielfältig und abwechslungsreich. In seinem Atelier sammelte und arrangierte er unablässig Objekte, deren Formen und Farben ihn zu neuen Bildschöpfungen inspirierten, die er kontinuierlich in seinem druckgrafischen Schaffen einzufangen versuchte. Dabei entfaltet sich ein Mikrokosmos von unzähligen Anekdoten und Geschichten, die mit diesen privaten Gegenständen verbunden sind. Vom einfachen Reisegeschenk über Objekte mit biografischem oder gar politischem Symbolgehalt: Picassos Dingwelten laden seine Bilder mit einer Vielzahl von Bedeutungen auf, die im Rahmen dieser Ausstellung zur Entdeckung und Entschlüsselung einladen.

Alberto Giacometti
Meisterwerke aus der Fondation Maeght

24. Oktober 2015 bis 24. Januar 2016
Alberto Giacomettis Werke, seine scheinbar entrückten, knochendünnen Skulpturen sind unverwechselbar. Der Künstler selber gilt als einer der eigenwilligsten, originellsten und heute auch teuersten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster widmet dem Schweizer eine mit rund 100 seiner Werke üppig besetzte Schau. Gezeigt werden Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus nahezu allen Schaffensphasen dieses sperrigen Genies. Insbesondere aus den schöpferischen Querbezügen zwischen den künstlerischen Gattungen erhielt Giacometti seine Inspiration. Und für den Besucher wird im Parcours der Ausstellung diese kreative Zwiesprache zwischen den einzelnen Werken erfahrbar. Die Exponate stammen mehrheitlich aus der südfranzösischen Fondation Maeght, die weltweit nach der Schweizer Giacometti-Stiftung die meisten Werke des Künstlers beherbergt. Begleitet werden sie von einem Dokumentarfilm und Aufnahmen des Fotografen Ernst Scheidegger, der den Künstler ab 1943 regelmäßig bei der Arbeit in seinem Atelier fotografierte. Die Präsentation wirft Streiflichter auf das Frühwerk des Schweizer Künstlers und beginnt mit einem Gemälde aus dem Jahr 1917, mit dem der jugendliche Giacometti sich tastend an die Kunst seines Vaters Giovanni heranwagt. Sie folgt den Spuren des Künstlers in die 1930er Jahre, als er sich in Paris, der damaligen Welthauptstadt der Künste, mit dem Kubismus und Surrealismus auseinandersetzt und sich von afrikanischer Stammeskunst inspirieren lässt. Den Ausstellungshöhepunkt bilden rund 30 Skulpturen, für die Giacometti sich von den populären Kunstströmungen seiner Umgebung befreite und seinen ganz eigenen Figurenstil entwickelte.

Picasso - Süßer Vogel Jugend

24. Oktober 2015 - 24. Januar 2016
Die Darstellung von Kindern und Jugendlichen nimmt in Picassos Werk einen besonderen Stellenwert ein. Ob bei den ersten Versuchen auf dem Fahrrad, dem intensiven Spiel mit Puppen, ob beim Malen, Lesen oder Schlafen – immer wieder sind Picassos Kinder Paulo, Claude und Paloma Gegenstand seiner künstlerischen Neugier. In intimen, nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Momentaufnahmen dokumentiert Picasso das Heranwachsen seiner Kinder und seine Freude über deren spielerischen Alltag. In der Nachkriegszeit werden Jugendliche für den engagierten Künstler zu einem hoffnungsspendenden Symbol für ein friedliches Europa. Im Rahmen dieser Ausstellung mit Werken aus dem Eigenbestand untersucht das Picasso-Museum die spannenden unterschiedlichen autobiografischen Bedeutungszusammenhänge, die sich in der Kindheits- und Jugendmotivik im künstlerischen Schaffen Picassos ereignen.

Cocteau trifft Picasso

18. Juli - 18. Oktober 2015
Das 100jährige Jubiläum ihres ersten Treffens feiert das Picasso-Museum mit einer Sonderausstellung, die die langjährige, fruchtbare Freundschaft zwischen Pablo Picasso und dem Multitalent Jean Cocteau beleuchtet.
Jean Cocteau ist ein schöpferischer Tausendsassa - Dichter, Dramatiker, Essayist, Maler, Zeichner und Keramiker in einer Person. Schreiben ist für ihn Zeichnen und Zeichnen wiederum eine Art zu schreiben. Mit der Feder verteidigt er wortgewaltig die Kunst Picassos. Der wiederum liebt den Sprachwitz und brillanten Esprit des Franzosen und ließ sich von dessen Zeichnungen begeistern.
Mit rund 400 Werken beleuchtet die Ausstellung „Cocteau trifft Picasso“ facettenreich diese wechsel-seitig inspirierende Freundschaft. Die Grafiken, Zeichnungen und Künstlerbücher stammen aus der Cocteau-Kollektion des griechischen Sammlers Ioannis Kontaxopoulos. Im Parcours der Ausstellung wird die wechselseitige Befruchtung und Beeinflussung beider Künstler durch verschiedene thematische Schwerpunkte deutlich. So illustrieren ausgewählte Porträts die traum-wandlerische Treffsicherheit von Cocteaus’ Strich und die stilistische Verwandlungskraft Picassos. Mythologische Themen hingegen sind für die zwei Künstler ferne Spiegel ihrer Träume und Wünsche. Auch der Stierkampf ist eine Leidenschaft beider, die sie in ganz unterschiedliche Bildsprachen übersetzen. Cocteau und Picasso treten in Münster in freundschaftliche Zwiesprache und lassen ihre Kunstwerke miteinander sprechen.

Moderne Zeiten - Léger trifft Chaplin

18. Juli - 18. Oktober 2015
Parallel zu Ausstellung "Cocteau trifft Picasso" präsentiert das Picasso-Museum zwei weitere große Künstler. Fernand Léger war zeitlebens ein großer Bewunderer Charlie Chaplins. „Im Gegensatz zu Douglas Fairbanks, bei dem man immer weiß, was er als nächstes tut, kann man bei Chaplin nur raten!“, äußert sich Léger begeistert über die amüsanten Volten des Tramps. In seinem Film „Ballet Mécanique“ – einem der Meilensteine des Experimentalfilms – setzt Léger Chaplin durch die Kreation einer tanzenden Holzpuppe, die er auf den Namen „Charlot cubiste“, also „kubistischer Tramp“ taufte, ein avantgardistisches Denkmal.

Insbesondere das Spätwerk von Fernand Léger, der in den 1930er- und 40er-Jahren in New York lebt, scheint immer wieder ein zentrales Thema aus den Filmen Chaplins aufzugreifen: das Leben im modernen Großstadtalltag. So bevölkern Bauarbeiter auf Stahlgerüsten in schwindelerregender Höhe, Nachtschwärmer im Lichte gigantischer Reklametafeln, Menschen im Schwimmbad und modisch gekleidete Radfahrer seine Bildkompositionen. Im Rahmen dieser Eigenbestandsausstellung präsentiert das Picasso-Museum neben dem zeitlosen Experimentalfilmklassiker „Ballet Mécanique“ Fernand Légers leuchtend- farbenfrohe Lithografien seines Spätwerks, die in einen spannenden Dialog mit dem filmischen Schaffen Charlie Chaplins treten.

Paris im Blick - Eine Stadt und ihre Fotografen

9. Mai - 12. Juli 2015
Paris – die wohl meist fotografierte Stadt der Welt – avancierte vor allem im 20. Jahrhundert zum Ausgangspunkt bedeutender Zyklen. Fotografierende Künstler suchten hier die Bestätigung eines Mythos oder hinterfragten ihn kritisch. Die Ausstellung zeigt, wie Fotografen – Franzosen ebenso wie Immigranten – Paris gesehen und sich mit der Kamera erschlossen haben. Ihr Blick wechselt zwischen dokumentarischem Interesse und subjektiver Wahrnehmung, Chronistenpflicht und der Projektion persönlicher Befindlichkeiten. Der zeitliche Bogen reicht von Eugène Atget um 1900 bis heute. Dazwischen Werke von Brassaï, André Kertész, Robert Doisneau, Peter Cornelius oder René Burri. Berühmte Fotobücher, die unser Paris-Bild nachhaltig geprägt haben, ergänzen die Ausstellung.

Picasso - Mapping Paris

9. Mai - 12. Juli 2015
Pablo Picasso verbrachte einen Großteil seines Lebens in der französischen Hauptstadt. Im Rahmen dieser Ausstellung mit Werken des Eigenbestandes wird der Besucher an die Orte geführt, die Picassos künstlerisches Schaffen inspiriert und nachhaltig beeinflusst haben: Ins Bateau-Lavoir, einem heruntergekommenen Atelierhaus am Montmartre, das Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Laboratorium der Moderne avancierte, in dem Picasso den Kubismus entwickelte oder in die mondäne Rue des Grands-Augustins, in der sich Picasso auf den Spuren von Honoré de Balzacs Romanfiguren in den 1930er-Jahren niederließ. Die Ausstellung gewährt einen intimen Einblick in Picassos Beziehung zu der französischen Metropole, in seine zahlreichen Freundschaften zu Pariser Sammlern und Literaten und dokumentiert Picassos künstlerisch vielstimmige Auseinandersetzung mit der Stadt an der Seine, von der Inspiration durch deren Museen bis hin zu den entbehrungsreichen Jahren während der deutschen Besatzung.

Antoni Clavé - Ein Spanier in Paris

7. Februar - 3. Mai 2015
Der 1913 in Barcelona geborene Künstler Antoni Clavé gilt als katalanischer Großmeister der Collage und Grafik. Auf der Flucht vor dem Franco-Regime siedelt er 1939 nach Frankreich über, wo er 1944 auf Pablo Picasso trifft. Seine Bekanntschaft prägt ihn ebenso wie die Freundschaft zu seinem Landsmann Joan Miró. In Paris wird Clavé zum gefragten Illustrator und Gestalter von Bühnenbildern und Kostümen. Ab 1954 widmet er sich verstärkt der Malerei und feiert in den folgenden Jahrzehnten internationale Erfolge in Europa und Asien. Die Ausstellung vereint
rund 70 monumentale Triptychen, Collagen, Gemälde, Skulpturen und Radierungen und spannt einen Bogen von 1939 bis 2002. Antoni Clavés Werk ist in dieser Qualität und Dichte seit Jahrzehnten nicht mehr in Deutschland zu sehen gewesen.

nAcKTE - Picassos Akte

26. Oktober 2014 - 18. Januar 2015
Aktdarstellungen nehmen unter den mannigfaltigen Genres in Picassos Werk eine Sonderstellung ein: In allen Stilphasen dient Picasso die Darstellung des unbekleideten menschlichen Körpers als bevorzugtes Sujet in der Gestaltung formaler Experimente. Dabei bereichert Picasso insbesondere in der Auseinandersetzung mit Werken „Alter Meister“ wie Lucas Cranach d.J., Eugène Delacroix oder Eduard Manet eine der ältesten Gattungen der Geschichte der Kunst um innovative Bildschöpfungen. Diese Ausstellung vereint lithografische Werke aus dem Eigenbestand, die – von klassizistischen Schönheitsidealen bis zu lasziver Erotik – alle Facetten der Aktdarstellungen Picassos abdecken.

Die Verführung der Linie - Klimt, Schiele, Kokoschka

26. Oktober 2014 -18. Januar 2015
Wien um die Jahrhundertwende: Zwischen Terminen auf Sigmund Freuds Couch, dem Untergang der Donaumonarchie, Mahlers Symphonien und den obligatorischen Kaffeehausbesuchen entwickelt sich in der Bildenden Kunst die Wiener Moderne. Die mit selten gezeigten Exponaten aus österreichischen Museen und Privatsammlungen bestückte Ausstellung vereint filigrane Handzeichnungen der drei berühmtesten Künstler dieser Epoche: Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka, deren zartgliedrige, weiche Kompositionen zur Verführung des Blickes anregen.

Die Revolution entlässt ihre Bilder - Von Malewitsch bis Kandinsky

23. August - 19. Oktober 2014
Die technischen, wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Umbrüche zu Beginn des 20. Jahrhunderts führten zu der Entwicklung einer neuen Stilrichtung: der Abstraktion – einer Form nicht-gegenständlicher Kunst, in der ausschließlich geometrische Figuren wie Quadrate, Kreise oder Rechtecke verwendet werden. Die Ausstellung mit Exponaten aus einer deutschen Privatsammlung und europäischen Museen vereinigt Gemälde, Fotografien, Filme und Skulpturen des Who is Who der künstlerischen Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts - vom Konstruktivismus über das Bauhaus bis zu De Stijl, mit Werken von Künstlern wie u.a. Wassily Kandinsky,  Kasimir Malewitsch, Alexandra Exter, László Moholy-Nagy, Piet Mondrian, El Lissitzky und Theo van Doesburg.

Zwischen den Stühlen - Picasso zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion

23. August bis 19. Oktober 2014
Wie kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts changiert Picasso in seinem Werk zwischen Formzertrümmerung und Formerneuerung. Ob Kubismus, Surrealismus oder Klassizismus – unter der behutsamen Hand des Jahrhundertgenies verwandeln Figuren und Objekte fortwährend ihre Gestalt. Insbesondere in seinem druckgrafischen Schaffen, in dem Picasso im Sinne eines „prozessualen Bilddenkens“ von Zustandsdruck zu Zustandsdruck verblüffende Verwandlungen erzielt, wird dieser Umstand ersichtlich. Diese Ausstellung vereint Werke aus dem Eigenbestand, die den Besucher Picasso als künstlerisches Chamäleon zwischen allen Stühlen erleben lässt.

Goya - Dunkle Materie

24.Mai - 17. August 2014
Francisco de Goyas (1746-1828) Werk gilt aufgrund dessen Radikalität als Vorbote der Moderne. Goya schildert insbesondere in seinen grafischen Zyklen „Los Caprichos“ und „Die Schrecken des Krieges“ in ästhetisch drastischer Art und Weise die Missstände seiner Zeit. Seien es die Verheerungen der Napoleonischen Kriege oder auch das Wiedererstarken der Inquisition – Goya bannt die existentiellen Erfahrungen seiner Epoche in atemberaubenden Bildschöpfungen. Anlässlich des 200.-jährigen Jubiläums des spanischen Unabhängigkeitskrieges veranstaltet das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster eine große Sonderausstellung mit Grafiken aus allen Serien des „Propheten der Moderne“. 

Picasso - Mediterrane Gefilde

24. Mai - 17. August 2014
Picasso an den Stränden der Côte d’Azur – Kein anderer Künstler war auch in seinen Ferien so produktiv wie Pablo Picasso. In den Sommermonaten der 1920er Jahre, die Picasso regelmäßig in Südfrankreich verbringt, werden Badende zu seinem bevorzugten Motiv. Ab den 1940er Jahren verlegt der spanische Ausnahmekünstler endgültig seinen Lebensmittelpunkt in und um die Städte Antibes und Cannes, in denen sowohl neue künstlerische Techniken als auch vermehrt mythologische Sujets Einzug in sein Werk halten.
Im Rahmen dieser sommerlichen Ausstellung des Eigenbestandes, in der neben Lithografien und Linolschnitten auch erstmals Fotografien aus der diesjährigen Schenkung von Fotolegende und Picasso-Freund David Douglas Duncan präsentiert werden, lädt das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster zu einer künstlerischen Reise an das Mittelmeer ein.

Elliott Erwitt - Eine Retrospektive

1. März bis 18. Mai 2014
Der 1928 in Paris geborene US-amerikanische Fotograf Elliot Erwitt gehört zu den bedeutendsten Vertretern seiner Zunft. In seinen markanten, kontrastreichen schwarz-weiß Fotografien dokumentiert er - häufig ironisch - den amerikanischen Alltag. Als Mitglied der legendären Fotoagentur Magnum sind auch insbesondere seine journalistischen Arbeiten, in denen er beispielweise Kennedy oder Nixon porträtierte, von hoher ästhetischer wie zeitdokumentarischer Bedeutung. Seiner Geburtsstadt setzte er in zahlreichen Kampagnen ein fotografisches Denkmal.

Picasso sieht fern

01. März - 18. Mai 2014
In den 1960ern Jahren hält ein Fernsehgerät Einzug in Picassos südfranzösische Wohnsitze und beeinflusst nachhaltig die 1968 entstandene Radierfolge der Suite 347. So schlagen sich neben tagespolitischen Ereignissen wie den Studentenprotesten oder Ansprachen de Gaulles insbesondere italienische Sandalenfilme und französische Mantel-und-Degen-Serien in seinem künstlerischen Schaffen nieder. In dieser in Deutschland erstmalig präsentierten Sonderausstellung werden Grafiken sowie Film- und Fernsehausschnitte auf einzigartige Weise miteinander vereint.

Henri Matisse - Figur & Ornament

24. November 2013 - 16. Februar 2014
In der Polarität von Figur und Ornament werden zwei grundlegende Aspekte im Werk von Henri Matisse beleuchtet. Insbesondere in der Thematik der Odalisken, der vorderorientalischen Damen in ihren Gemächern, umkreist Matisse immer wieder diese bildnerische Problematik. Er interessierte sich für Stoffe und Muster außereuropäischer Kulturen, insbesondere der islamischen Welt, und baute diesbezüglich eine eigene Sammlung auf, die ihm immer wieder als künstlerische Inspirationsquelle diente. Neben den Kunstwerken von Matisse wird auch eine repräsentative Auswahl dieser Stoffe in der Ausstellung gezeigt. Die Präsentation vereint Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken. Die hochkarätigen Leihgaben stammen aus amerikanischen und europäischen Museen und Sammlungen und spannen einen Bogen von den frühen 1920er Jahren bis in die späten 40er Jahre.

Picasso kommt mir spanisch vor

24. November 2013 bis 16. Februar 2014
Pablo Picassos künstlerische Auseinandersetzung mit Kunst, Kultur und Geschichte seines Heimatlandes übte in all seinen Schaffensperioden einen nachhaltigen Einfluss auf sein Werk aus. Neben der Paraphrasierung von Werken spanischer Künstler wie El Greco (1541-1614), Diego Velázquez (1599-1660) und Francisco de Goya (1746-1828), ist es insbesondere der Stierkampf, der Picasso immer wieder zu neuen Bildschöpfungen inspirierte.
Zu den Höhepunkten seines grafischen Œuvres zählt die in der Ausstellung präsentierte Aquatintafolge „Tauromaquia“, die Picasso im Anschluss an einen Stierkampfbesuch innerhalb weniger Stunden erschuf. Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden die farbenreichen, großformatigen Stierkampfplakate, die Picasso in den 1950er Jahren in der Technik des Linolschnitts anfertigte. Sie werden im Dialog mit zeitgenössischen Fotografien von Lucien Clergue präsentiert, der Picasso regelmäßig bei dessen Besuchen von Stierkämpfen in der Arena von Arles begleitete.
Die Ausstellung richtet einen besonderen Fokus auf Picassos Beschäftigung mit der spanischen Literatur, seine hier präsentierten Illustrationen der Gedichte des Barocklyrikers Luis de Góngora (1561-1627) sowie der 1499 von Fernando de Rojas verfassten Tragikkomödie „La Celstina“ zählen zu den Glanzleistungen des illustratorischen Schaffens.

Camille Pissarro Mit den Augen eines Impressionisten


7.September 2013- 17.November 2013

Die Sonderausstellung Camille Pissarro – Mit den Augen eines Impressionisten“ im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster lädt den Besucher zu einem facettenreichen Spaziergang durch das Frankreich an der Schwelle zur Moderne ein. Pissarros Grafiken zeigen eindrucksvoll die Beschleunigung des Lebens in der Großstadt und den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag in Momentaufnahmen. Dadurch wird Camille Pissarro zu einem impressionistischen Chronisten der tiefgreifenden Veränderungen der Belle Époque.

Die Exponate aus fast allen Schaffensphasen Pissarros zeigen die gesamte Spannbreite seiner Bildwelt. Die motivische Vielfalt reicht von Paaren und Passanten, die über regennasse Boulevards flanieren, bis zu Bäuerinnen bei der Ernte und dem geschäftigen Treiben in Häfen und auf dörflichen Marktplätzen. Insbesondere mit seiner Darstellung der ländlichen Bevölkerung nimmt Pissarro eine Sonderstellung innerhalb der französischen Impressionisten ein. Fernab der französischen Metropole beschrieb er hier freie Kreatürlichkeit und Menschen in ungekünstelten Haltungen bei alltäglichen Verrichtungen.

Was ich Picasso schon immer sagen wollte

4.Mai- 17.November 2013

Das Museum lädt prominente Persönlichkeiten dazu ein, dem Jahrhundertgenie Pablo Picasso im Rahmen eines schriftlichen Statements die Meinung zu sagen. Ihre Äußerungen, die Bezug auf einzelne Kunstwerke des Spaniers nehmen oder sich ganz allgemein mit seiner Genialität oder Egozentrik befassen, werden für mehrere Wochen Seite an Seite mit den Werken aus dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster präsentiert. So entsteht ein buntes Mosaik an Positionen über einen Künstler, an dem sich immer noch die Geister scheiden.

Willy Ronis
Eine Retrospektive

4.Mai - 1.September 2013

Der französische Fotograf Willy Ronis (1910-2009) zählt neben Robert Doisneau zu den prominentesten Vertretern der „humanistischen Fotografie“, denn der Mensch steht im Mittelpunkt seines Schaffens. Viele seiner Werke haben sich als Ikonen in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben und maßgeblich unser Bild vom Leben und Kultur unserer französischen Nachbarn geprägt. Die Ausstellung beleuchtet mit rund 80 Werken über 60 Jahre des langen Lebens und Wirkens von Willy Ronis und deckt alle thematischen Facetten seines Œuvres ab.

Mit Fotos von Streiks und Massenprotesten debütierte Ronis in den 1930er Jahren. Die pulsierende Metropole Paris mit Vororten wie Belleville Menilmontant wird in den unmittelbaren Nachkriegsjahren zu seinem fotografischen Biotop. Ab den 1950er-Jahren verlagert er seinen Lebensmittelpunkt dann in die Provence, die er in seinen Fotos als ländliche Idylle vor dem Zeitalter des Massentourismus festhält.

In der Summe seines Schaffens wird Willy Ronis in der Ausstellung als mitfühlender Berichterstatter des französischen Alltags erfahrbar, als großer Menschenfreund und Chronist eines bewegenden Jahrhunderts.

Die Picassos aus Arles
Tagebuch eines Malers

26. Januar - 28. April 2013

Pablo Picasso war ein großer Freund des Stierkampfs und deshalb der Stadt Arles mit ihrer imposanten Arena in besonderer Weise verbunden. Dem dortigen Musée Réattu schenkte er 1971 einen Zyklus von insgesamt 57 Zeichnungen. Diese werden erstmalig geschlossen außerhalb von Arles in Münster gezeigt. In diesen Werken beweist der späte Picasso Freude an Verkleidung, Clownerie und Maskerade. Sie werden im Dialog mit der reichen Fotosammlung des Musée Réattu gezeigt. Die Bilder von insgesamt sieben Fotografen zeigen Picasso als Meister der Selbstinszenierung in seiner südfranzösischen Wahlheimat.

Georges Braque
Von Göttern, Helden und Vogelzeichen

26. Januar - 28. April 2013

In seinem Spätwerk tritt Georges Braque in einen künstlerischen Dialog mit der griechischen Antike. In Folge der in den 1930er Jahren für den französischen Kunstbuchhändler Ambroise Vollard geschaffenen Illustrationen zu Hesiods Theogonie, einer der großen antiken Dichtungen über die Entstehung der Götterwelt, halten mythologische Themen Einzug in Braques druckgrafisches Werk.
Aus Anlass seines 50. Todestages würdigt das Picasso-Museum Georges Braque mit einer Ausstellung von über 120 Werken aus dem eigenen Bestand. Neben Radierungen, Holzschnitten und Lithografien werden auch keramische Arbeiten dieses Klassikers der Moderne gezeigt.

Marc Chagall und die Bibel

6. Oktober 2012 - 13. Januar 2013

In der Ausstellung dokumentiert das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster mit rund 160 Gemälden, Grafiken, Keramiken, Glasmalereien und Handzeichnungen Chagalls facettenreiche biblische Bildwelt. Den Besucher erwartet ein exemplarischer Querschnitt durch das gesamte religiöse Schaffen des Künstlers, angefangen mit Illustrationen des Alten Testaments, darunter die Schöpfungsgeschichte, die Joseph-Legende und die Propheten bis hin zu Darstellungen aus dem Neuen Testament und zahlreichen Glasfensterentwürfen.

Marc Chagall löst sich in seiner Kunst von jeglichen konfessionsgebundenen Darstellungstraditionen. Ihm gelingt es in seiner Bildwelt, das Juden- mit dem Christentum und biblische Erzählungen mit autobiografischen Erlebnissen zu vermischen. So werden seine Erinnerungen an die weißrussische Heimat Witebsk und seine Auswanderung nach New York während des Zweiten Weltkrieges in seinen Bildern zu Parabeln auf das Zeitgeschehen des 20. Jahrhunderts. 

Lost Faces
Schlafbrillenstars

25. August - 23. September 2012

Die Liste der von Freddy Langer porträtierten Künstler, Musiker, Schriftsteller und Schauspieler ist lang und kann sich sehen lassen. Die Ausstellung Lost Faces zeigt rund 230 Fotografien aus den letzten dreißig Jahren. Künstlerporträts von Andy Warhol, Joseph Beuys, Georg Baselitz und vielen anderen Kreativen machen seine Sammlung zu einem "Who is Who" der Gegenwartskunst. Begleitet werden sie von prominenten Gesichtern wie Harald Schmidt, Campino, Bono, Iris Berben, Anke Engelke, Wim Wenders, Richard von Weizsäcker und vielen anderen. Und sie alle tragen eine Schlafbrille.

Picasso unter Druck
Grafiken aus dem Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

25. August - 23. September 2012

Mit der Ausstellung besinnt sich das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster auf seine Wurzeln und präsentiert rund 100 Lithografien, Radierungen und Linolschnitte aus seinem eigenen Bestand. Die Werke stammen größtenteils aus der Sammlung Huizinga, die den Grundstein für das Museum legte.

Die Schau verdeutlicht Picassos künstlerisches Motto „Der Weg ist das Ziel“ anhand verschiedener Werkfolgen, in denen er die einzelnen Bildzustände Schritt für Schritt abdruckt. So reduziert er in der berühmten Stierserie einen prächtigen, muskulösen Stier in elf Schritten zu einem zarten Wesen aus wenigen Strichen. Zugleich geben seine Bilder auch Auskunft über seine Privatleben: Die auf den Werken auszumachenden Gesichter gehören seiner Lebensgefährtin Françoise Gilot und seiner spätere Muse und Ehefrau Jacqueline Roque. 

 

Picasso, die Kommunisten und das Theater
Musée d'art et d'histoire in Saint Denis

28. April - 19. August 2012

Das Picasso-Museum präsentiert rund 80 Werke des Musée d’art et d’histoire aus dem Pariser Vorort Saint-Denis. Das dortige Museum verfügt über eine besondere Picasso-Sammlung, die erstmalig in Deutschland ausgestellt wird und den Spanier als politischen Künstler präsentiert.

Der französische Dichter und bekennende Kommunist Paul Éluard vermachte 1951 seinem Geburtsort Saint-Denis einen Großteil seiner Werke. Éluards Witwe stiftete später weitere Kunstwerke und Objekte dem dortigen Museum. Pablo Picasso folgte dem Beispiel seines Dichterfreundes und übergab dem Musée d’art et d’histoire im Laufe der 1950er und 1960er Jahre insgesamt 56 Arbeiten. Bei diesen Werken handelt es sich zum Teil um Zeichnungen, die Picasso nach seinem im Oktober 1944 erfolgten Beitritt zur Kommunistischen Partei Frankreichs für deren Publikationsorgane geliefert hatte. Weltbekannt wurde die Taube, die er 1949 für den Weltfriedenskongress in Paris als Plakatmotiv einsetzte.

Auch eine Reihe von 22 Zeichnungen, die der Künstler 1967 für das vom englischen Kunsthistoriker und Sammler Douglas Cooper verfasste Werk „Picasso Théâtre“ schuf, ist in der Ausstellung zu sehen. In großem Variationsreichtum umkreist er in diesen Werken die Welt der Bühne und des Theaters.

Deutsche Malerbücher
Vom Jugendstil zum Expressionismus

28. April bis zum 19. August 2012

In der Ausstellung präsentiert das Picasso-Museum erstmals seine deutsche Malerbuchkollektion. Künstlerisch opulent gestaltete Bücher von Melchior Lechter, Heinrich Vogeler und Markus Behmer bilden den Auftakt. Mit den zarten, vielfach als Lithografien ausgeführten Buchillustrationen von Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt sind die Vertreter der deutschen Spielart des Impressionismus in der Präsentation vertreten. Auch die expressionistische Buchkunst wird in ihren zahlreichen Facetten beleuchtet und die Kunst des „Blauen Reiters“ ist mit Kandinskys programmatischem Buch „Klänge“ zu bewundern. Werke von Ernst Ludwig Kirchner repräsentieren exemplarisch das buchkünstlerische Schaffen der Brücke-Künstler. Und auch Max Beckmann, der große Einzelgänger des deutschen Expressionismus, ist gleich mit mehreren Büchern in der Ausstellung vertreten.

Eduardo Chillida

28. Januar - 22. April 2012

Die von Ignacio Chillida, dem ältesten Sohn des Künstlers, kuratierte Ausstellung ist als Retrospektive angelegt und zeigt mit rund 100 Arbeiten das zeichnerische und grafische Werk ebenso wie das breite skulpturale Schaffen des Künstlers in Gestalt von Stahl-, Alabaster- und Keramikskulpturen sowie kleinformatigen Werken aus Schamotte. Die Schau beleuchtet den Facettenreichtum der Bildwelt Chillidas und seine schöpferische Logik in einem zeitlichen Bogen von fast fünfzig Jahren, angefangen mit Zeichnungen aus dem Jahr 1948 bis hin zu Werken aus den späten 1990er Jahren.

Picasso bei der Arbeit
Durch die Linse von David Douglas Duncan

15. Oktober 2011 - 15. Januar 2012

Der Fotograf David Douglas Duncan gehörte zu den wenigen Auserwählten, die Pablo Picasso bei der künstlerischen Arbeit über die Schulter schauen durften. Die Ausstellung inszeniert die Picasso-Fotografien Duncans in Zwiesprache mit den jeweiligen auf den Bildern auszumachenden Keramiken, Gemälden oder Skulpturen. So wird nicht nur Picassos konkrete künstlerische Arbeitsweise transparent, sondern auch die Art und Weise, wie der Spanier in seinen Atelier- und Wohnräumen Arrangements aus Werken verschiedener Schaffensphasen schuf. 

In einem eigens für die Ausstellung produzierten Filminterview spricht der hoch betagte Fotograf über seine Arbeit an der Seite Picassos. Claude Ruiz Picasso, der älteste Sohn des Künstlers, hat das Ausstellungsprojekt initiiert. Die für die Ausstellung ausgewählten Stationen sind das La Piscine. Musée d'Art et d'Industrie André Dilligent in Roubaix, Museo Picasso in Málaga und das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster. Kuratiert wurde die Schau von den beiden Kunsthistorikerinnen Tatyana Franck und Stephanie Ansari.

Who is Who
Eddy Novarro und die Avantgarde der 50er bis 70er Jahre

9. Juli - 9. Oktober 2011

Der Fotograf Eddy Novarro (ca. 1925-2003) kannte sie alle, die großen Künstler seiner Zeit. Picasso, Miró, Giacometti, Chagall, Rothko, Fontana - die Liste seiner Künstlerbegegnungen ist lang und kann sich sehen lassen. In den 50er bis 70er Jahren porträtierte der rastlose rumänische Fotograf zahllose prominente Maler aus der ganzen Welt. Als Dankeschön erhielt er von den Künstlern Werke geschenkt, bei denen es sich teilweise um flüchtige Skizzen aber auch um Zeichnungen oder Gemälde handelt. So entstand im Laufe der Jahre und Jahrzehnte eine einzigartige Kollektion, die einem „Who is Who“ der Kunstwelt  gleicht. Das Picasso-Museum stellt Novarros Fotos den Werken der porträtierten Künstler gegenüber. Die Surrealisten sind mit Arbeiten von André Beton und Man Ray vertreten. Gleichzeitig sind auch Skizzen der großen Bildhauer Alberto Giacometti und Henry Moore und die amerikanische Avantgarde mit Malern wie Willem de Kooning, Roy Lichtenstein und Mark Rothko in der Ausstellung präsent. Und auch Pablo Picasso und Joan Miró widmeten Novarro mehrere Zeichnungen.

Noble Gäste
Meisterwerke der Kunsthalle Bremen

12. Dezember 2008 - Sommer 2011

Über 200 Meisterwerke aus dem Bestand der Kunsthalle Bremen gingen 2009 auf Reisen quer durch Deutschland. Während des Um- und Neubaus der Kunsthalle waren sie zu Gast in 21 verschiedenen deutschen Museen. Auch das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster beherbergte einige der Noblen Gäste, darunter drei Gemälde von Pablo Picasso und sieben weitere Werke seiner Künstlerfreunde und Zeitgenossen wie Juan Gris und André Derain. Ergänzt wurde die Bremer Präsentation durch vier Bilder aus Privatbesitz darunter ebenfalls drei Picasso-Gemälde.  

Picasso Linolschnitte
Im Rausch der Farbe

19. März - 3. Juli 2011

Mit rund 70 Werken führt die Ausstellung durch einen Bildkosmos aus Stierkampfszenen, mythologischen Darstellungen und Porträts. Seine Linolschnitte gestaltete Picasso wie Gemälde – schwungvoll und farbenfroh, was für ihn den besonderen Reiz der Technik ausmachte. Die zwischen 1954 und 1968 entstandenen Werke dokumentieren vor allem das reife Schaffen Picassos und gleichzeitig atmen die Bilder die fast jugendliche Beschwingtheit eines Künstlers, der mit über 70 Jahren noch einmal „Lehrling“ in einer von ihm unerprobten Technik wurde. Mit zahlreichen Probe- und Zustandsdrucken betont die Ausstellung aber auch Picassos experimentelle Vorgehensweise. Denn wie so oft beim Umgang mit einer neuen Technik löst er sich beim Linolschnitt von konventionellen Methoden und geht selbstbewusst seinen eigenen künstlerischen Weg.

Bangkok Cable Ways

19. März -3. Juli 2011

Der Blick des Fotografen Thomas Kalak richtet sich auf vermeintlich banale Details im städtischen Kontext. In seiner neuesten Serie Bangkok Cable Ways widmet er sich den in Bangkok allgegenwärtigen Strom- und Kommunikationskabeln, die über den Köpfen der Passanten ein Eigenleben zu führen scheinen – unkontrolliert, ungeplant und chaotisch. Wie ein Geschwür breiten sich die Kabel bis in die hintersten Winkel Bangkoks aus und wuchern in jede noch so kleine Garküche, um sie an den modernen Segnungen der Telekommunikation und Energieversorgung teilhaben zu lassen.
Im Zeitalter der Digitalisierung mit seinen nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten der bildnerischen Manipulation entscheidet Kalak sich dabei für eine bewusst unprätentiöse Bildsprache.

Paul Klee
Grafik - Werke aus dem Zentrum Paul Klee, Bern

28. November 2010 - 13. März 2011

Die Ausstellung vereint das nahezu vollständige grafische Werk Paul Klees. Ergänzt werden die einzelnen Blätter um Vorzeichnungen, Zustandsdrucke sowie um handkolorierte Grafiken und Unikate. Die insgesamt 137 Exponate ermöglichen eine Reise durch den einzigartigen Bildkosmos Klees. Die Grafik diente ihm auch zur künstlerischen Selbstreflexion und Innenschau. So illustriert die Ausstellung die Arbeits- und Denkweise ebenso wie die bewegte und bewegende Vita des Künstlers.

Pablo Picasso
Im Atelier des Künstlers

28 August - 21. November 2010

Die Ausstellung bildet genau zehn Jahre nach der Eröffnung den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten des Münsterschen Picasso-Museums. Die Thematik des Atelierbildes im Werk des Spaniers ist dafür besonders prädestiniert. In ihr reflektiert Picasso immer wieder über seine eigene Kunst und seine Rolle als Bildhauer und Maler. Die Ausstellung verdeutlicht, wie der Künstler dabei häufig auf historische Referenzthemen zurückgreift, um das eigene künstlerische Selbstverständnis zu artikulieren oder ironisch zu brechen. 

Die Präsentation vereint rund 160 Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien aus namhaften Museen in ganz Europa. Auch von den Erben des Künstlers wird das Picasso-Museum durch selten gezeigte Exponate unterstützt.

Jacques Henri Lartigue
Fotos von der Côte d'Azur oder Das Paradies auf Zeit

18. Juni - 22. August 2010

Die Ausstellung „Côte d’Azur – Das Paradies auf Zeit“ vereint über 170 Fotos des Franzosen Jacques Henri Lartigue. Die Werke stammen aus dem Zeitraum von 1908 bis 1980 und zeigen mehrheitlich Motive der französischen Riviera vor dem Zeitalter des modernen Massentourismus. Lartigue lichtete Strandleben und Sport ebenso ab wie luxuriöse Villen und Hotels oder seine jeweiligen Musen und Ehefrauen. Auf diesem Wege dokumentierte er mit seinen Fotos das Ende der „Belle Epoque“ in Frankreich aus einem ganz privaten Blickwinkel.

Joan Miró - Die Farbe seiner Träume

5. März bis 6. Juni 2010

Die Ausstellung präsentiert mit über 100 Werken die poetische Bildwelt von Joan Miró. Zu sehen ist die gesamte Bandbreite seines reichen künstlerischen Schaffens von Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen über Keramiken bis hin zu Grafiken. Auch ungewöhnliche Bildträger und Techniken wie eine Makimono, ein bemalter, von asiatischen Vorbildern inspirierter Seidenstoff und eine Tapisserie aus dem Jahre 1973 werden gezeigt. Die Werkauswahl spannt einen Bogen von über 50 Schaffensjahren.

Von Degas bis Picasso - Die Sammlung Jean Planque

7. November 2009 - 21. Februar 2010

Über 140 Werke, mehrheitlich Gemälde und Skulpturen vereint die Fondation Planque. Die grossen Wegbereiter der Moderne sind mit van Gogh, Monet, Cézanne und Gauguin ebenso vertreten wie Werke von Mark Tobey, Nicolas de Staël und Antoni Tàpies. Jean Planque war selbst Künstler und ab 1954 für den schweizer Kunsthändler Ernst Beyeler in Paris tätig. Dort knüpfte er vielfältige, oft auch freundschaftlich geprägte Kontakte zu einer Vielzahl von Künstlern. So ist die Geschichte der Sammlung die Geschichte seines Lebens. Jean Planque bekannte einmal in Hinblick auf seine Kunstwerke: „Ich bin in ihnen und sie in mir.“ 

Honoré Daumier - Paris: Der Schein vom Sein

22. August - 1. November 2009

Honoré Daumier (1808-1879) gilt als der berühmteste Karikaturist der Kunstgeschichte. Wie kaum ein anderer Künstler hielt der Franzose einer ganzen Epoche den Spiegel vor. Mit seinen satirisch-kritischen Zeichnungen begleitete er das politische, soziale und kulturelle Leben Frankreichs im 19. Jahrhundert voller Humor und Bissigkeit. Das Picasso-Museum zeigt mit rund 250 Werken, darunter zahlreiche Lithografien, aber auch Gemälde und Skulpturen, wie Daumier die Pariser Welt auf die Schippe nahm.

Inventur
Zeitgenössische Radierung in Deutschland

14. Juni - 16. August 2009

Mit der Präsentation „Inventur – Zeitgenössische Radierung in Deutschland“ gibt das Picasso-Museum in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Reutlingen parallel zur Grieshaber-Ausstellung einen Überblick über die Arbeiten in Deutschland geborener oder arbeitender Radierkünstler der Gegenwart. Präsentiert werden rund 100 Werke aus dem Zeitraum 1990-2008, darunter Arbeiten von Georg Baselitz, Emil Cimiotti, Peter Doig, Per Kirkeby, A.R. Penck u.a..

HAP Grieshaber
Die andere Moderne

14. Juni - 16. August 2009

Die Ausstellung, die sich aus Leihgaben einer Münsteraner Privatsammlung zusammensetzt, beleuchtet das grafische Schaffen von Helmut Andreas Paul Grieshaber (1909-81), der nach dem Zweiten Weltkrieg federführend zur künstlerischen Erneuerung des Holzschnittes beitrug. „The Big Show“ nannte Grieshaber eine Sammlung von Drucken aus den Jahren 1945/46. Fast programmatisch verweist der Titel auf die geradezu monumentalen Formate, die er später in dieser Technik schaffen sollte.

Auch wenn Holzschnitte im Zeitalter digitaler Drucktechniken antiquiert wirken mögen, viele der ausgestellten Werke zeigen: Trotz altertümlicher Technik gelang Grieshaber in der motivischen und farblichen Gestaltung seiner Werke eine oft überraschend moderne Umsetzung, die den Arbeiten seiner Zeitgenossen in nichts nachsteht, wie punktuelle Vergleiche mit Werken von Henri Matisse, Pablo Picasso und Henri Laurens in der Ausstellung zeigen

Die Zukunft der Vergangenheit
Moderne Fotografie im 19. Jahrhundert

1. Mai - 7. Juni 2009

Mit der Ausstellung präsentiert das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster erstmalig die private Fotosammlung des Stuttgarter Sammlers Rolf Mayer. Die Schau ist den Entdeckern der Fotografie gewidmet und spiegelt die bis heute anhaltende Faszination für ein Medium, das die Welt innerhalb kurzer Zeit entscheidend veränderte.Für den Betrachter des 21. Jahrhunderts liefern die rund 130 Fotografie eine bislang ungewohnte Sichtweise auf die Fotokunst des 19. Jahrhunderts. Denn nicht die historische Entwicklung der Fotografie steht im Vordergrund der Schau, sondern die Frage, inwieweit Bildstrategien des 20. Jahrhunderts bereits in Bildern des 19. Jahrhunderts zu sehen sind.
Die Bilder von William Henry Fox Talbot, Eugène Cuvelier, Eugène Atget u.a. weisen eine Strenge und Sachlichkeit auf, die dem Mainstream des 19. Jahrhunderts zuwider läuft. Die Fotografen, die in der Sammlung zu sehen sind, nahmen auf diese Weise unwissentlich die Moderne vorweg.

Helmut Newton
Werke aus einer Bremer Privatsammlung

8. März - 26. April 2009

Der ursprünglich als Modefotograf tätige Helmut Newton wurde zum unerreichten Großmeister der Aktfotografie. Seine Bilder sprengten in den 1960er Jahren die Grenzen der traditionellen Werbefotografie. Wie kein anderer spielt Newton in seinen Werken mit weiblichen Rollenmustern und Klischees, er inszeniert meisterlich den voyeuristischen Blick auf den weiblichen Körper. Seine maßgeblich schwarz-weiße Fotokunst in teilweise monumentalen Formaten besticht durch eine kühle, ästhetisierende Erotik. Feministischer Kritik an seiner Kunst, die ihm stets vorwarf sexistisch, gar rassistisch zu sein, begegnete er mit der Aussage: „Bullshit! Ich liebe die Mädels, das alles ist ein feministisches Missverständnis.“
Die Münsteraner Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen im Schaffen Newtons von 1970 bis 2002 und gibt Einblick in das bewegte Leben des Fotografen, der 1920 als Sohn jüdischer Eltern in Berlin geboren wurde, 1938 aus Deutschland floh, um Ende der 1950er Jahre mit seiner Frau June nach Europa zurückzukehren.

 

Marc Chagall - Der Maler am Fenster

14. November 2008 - 4. März 2009

In Kooperation mit dem Musée national Marc Chagall in Nizza zeigt das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster rund einhundert Gemälde, Zeichnungen und Grafiken, die das Fenstermotiv im Œuvre des großen Malers umkreisen. Das Fenster ist bei ihm nicht nur beiläufiges Motiv, sondern zentrales Thema. In der Bildwelt Chagalls, den man zu Recht als den „Erzpoeten“ in der Kunst des 20. Jahrhunderts bezeichnet hat, scheinen die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben. In seinen Werken finden sich vielfach Raumschwellen und Begrenzungen, die von seinen Protagonisten scheinbar mühelos durchflogen werden. Chagalls Kunst ist eine Kunst der Überwindung von Grenzen, in der auch das Fenster seine übliche Rolle als Raumschwelle verloren hat. 

Maeght: Das Abenteuer der Moderne

1. August - 2. November 2008
Das Ehepaar Aimé und Marguerite Maeght eröffneten im Paris der Nachkriegszeit eine Galerie, die schnell zu einer der großen Adressen für Moderne Kunst wurde. 1964 gründeten die Maeghts zum Gedächtnis an ihren früh verstorbenen Sohn Bernard in Saint-Paul an der Cote d’Azur die Fondation Maeght, die erste Stiftung für Moderne Kunst in Frankreich. Heute zählen die Maeghts zu den bedeutendsten Kunstsammlern des 20. Jahrhunderts. Über 12.000 moderne Werke sind in ihrer Sammlung enthalten. Die umfassende Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des französischen Präsidenten, Nicolas Sarkozy, und ist die größte Präsentation, die die Familie Maeght bisher in Deutschland realisiert hat. Zu sehen sind rund 120 Grafiken, Gemälde und Skulpturen von Georges Braque, Marc Chagall, Alberto Giacometti und Joan Miró. Exponate von Edouardo Chillida, Pierre Tal-Coat, Antoni Tàpies und Bram van Velde vertreten künstlerische Positionen der 70er und 80er Jahre. Die Ausstellung spannt somit einen zeitlichen Bogen von den frühen kubistischen Arbeiten Braques bis zu den Vertretern der Abstraktion in den 80er Jahren.

Henri Cartier-Bresson - Tête a tête

16. Mai bis 20. Juli 2008
Der 1908 geborene Henri Cartier-Bresson gilt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Das Picasso-Museum ehrt den 2003 verstorbenen großen Franzosen anlässlich seines 100. Geburtstags. Nach seiner künstlerischen Ausbildung bei dem Kubisten André Lhote widmete sich Cartier-Bresson ab den 30er Jahren ausschließlich der Fotografie. 1947 gründete er mit Gleichgesinnten die berühmte Fotoagentur >Magnum<. Die Ausstellung >Tête à tête<, die Porträts von bildenden Künstlern, Schriftstellern, Schauspielern und Politikern vereint, stellte Cartier-Bresson noch zu Lebzeiten zusammen. Die Werkauswahl trägt somit seine eigene künstlerische Handschrift.

Auguste Rodin - Rendezvous mit Yong-Chang Chung

9. Mai bis 20. Juli 2008
Im Sommer 2006 schuf der Koreaner Yong-Chang Chung in Paris eine Folge von 131 Blättern, indem er ein Buch über die späten erotischen Aquarelle Auguste Rodins mit Tusche überzeichnete. Aus dem Zufallsfund wurde eine künstlerische Wahlverwandtschaft. Die zeichnerischen Anmerkungen Chungs zu den durch freizügige Erotik bestechenden Aquarellen Rodins bilden ein grafisches Schattentheater. Die Präsentation versammelt Aquarelle aus dem Pariser Musée Rodin, der Kunsthalle Bremen und dem Saarlandmuseum in Saarbrücken und stellt sie den Werken Chungs gegenüber. So entsteht ein spannungsvoller Dialog, in dem sich verschiedene Kunstepochen und Kulturen begegnen.

Lucien Clergue - Magie und Mythos

7. März bis 11. Mai 2008
Der in Arles geborene Lucien Clergue wurde 2007 als erster Fotograf in der Geschichte Frankreichs in die Académie Française aufgenommen. Im Alter von vierzehn Jahren bekam er seine erste Fotokamera geschenkt. Der nach dem Wunsch seiner Mutter zum Violinisten ausgebildete Clergue widmete sich ab 1952 ausschließlich der Fotografie. Mitte der 50er Jahre trat er in freundschaftlichen Kontakt zu Pablo Picasso, dessen Begeisterung für den Stierkampf er teilte. Bis zum Tod Picassos schuf der mit ihm befreundete Clergue gut 3000 Fotografien des Spaniers. In den 60er Jahren feierte Lucien Clergue insbesondere mit ästhetisierenden Akt-Fotos grosse Publikumserfolge. Die klare Formsprache seiner schwarz-weiß Fotografien weicht in späteren Jahren einer kunstvollen Überblendungstechnik von surrealer Farbigkeit. Die Retrospektive spannt einen Bogen von seinen frühen bis hin zu den zeitgenössischen Werken. Sie vereint die gesamte motivische Spannbreite dieses ungemein vielfältigen und wandelbaren Fotografen.

Picasso & Rubens - Moderne trifft Barock

2. Februar bis 4. Mai 2008
Mit der Gegenüberstellung von Pablo Picasso und Peter Paul Rubens widmet sich das Graphikmuseum dem Zusammentreffen der beiden unerreichten "Malerfürsten" ihrer Zeit, deren Namen gleichsam zu Synonymen für die Epochen der Moderne und des Barock wurden.
Anhand des vergleichenden Nebeneinanders beider Künstler setzt die Ausstellung "Picasso & Rubens" jene Konfrontattion von Moderne und Vergangenheit fort, die für Picasso selbst eine maßgebliche Quelle der Inspiration war. Seit seinen künstlerischen Anfängen suchte der Spanier die kreative Auseinandersetzung mit den großen Meistern der Kunstgeschichte und trat in einen künstlerischen Wettstreit mit ihnen. Picassos reiches Schaffen spiegelt motivische, stilistische und thematische Anregungen, die der Künstler durch kreative Anverwandlung in die eigene Bildsprache zu etwas radikal Neuem werden ließ.

Henri Matisse. Kunst wie sie im Buche steht

2. Februar bis 2. März 2008
Die Präsentation widmet sich dem buchgrafischen Schaffen von Henri Matisse, das in den frühen 30er Jahren einsetzt. Matisse entwickelt hier eine ganz eigenständige Ästhetik. Der Franzose spricht in diesem Zusammrenhang stets von >décoration< und vermeidet den Begriff >illustration<. Der Bildschmuck soll nach Matisse' Verständnis des Typografie eines Buches nicht untergeordnet sein, sondern mit ihm ein kompositorisches Gleichgewicht bilden. Die ausgestellten Werke aus der Sammlung Classen spannen einen zeitlichen Bogen von den frühen Arbeiten bis hin zu Blättern, die im Todesjahr des Künstlers 1954 veröffentlicht wurden.

Wa(h)re Lügen – Original und Fälschung im Dialog

7. September 2007 bis 13. Januar 2008
In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Städtischen Galerie Albstadt zeigt das Museum eine Auswahl spektakulärer Kunstfälschungen. Hierbei handelt es sich mehrheitlich um Werke von Salvador Dalí, Joan Miró und Pablo Picasso. Im Parcours der Ausstellung werden den Fälschungen die jeweiligen Originale gegenübergestellt. Anhand exemplarischer Einzelfälle werden die kriminalistischen Analysen und Verfahren erklärt und illustriert, die zur Aufdeckung der Fälschungen geführt haben. Diese durchaus ungewöhnliche Präsentation vermag so den detektivischen Spürsinn der Besucher zu stimulieren.

Das Musée Picasso Antibes zu Gast in Münster

06.04.07 bis 12.08.07
Die Ausstellung präsentiert 120 Exponate aus der Sammlung des Musée Picasso Antibes, darunter eine Vielzahl von großformatigen Gemälden, Zeichnungen und Keramiken.
Die gezeigten Kunstwerke atmen den Geist der wohl glücklichsten Schaffensperiode im langen Leben Pablo Picassos, während der die Liebe zur jungen Françoise Gilot die unbändige Schöpferkraft des Künstlers beflügelte. Sein familiäres Glück hüllte der Spanier in zahlreichen Werken in das Gewand der antiken Mythologie, die ihn zu immer neuen Kompositionen inspirierte. In ausgelassenem Reigen bevölkern tanzende und musizierende Kentauren und Faune die farbenfrohen Arbeiten dieser Schaffensperiode. Das großformatige Gemälde Lebensfreude ist dabei zugleich eines der künstlerischen Highlights der Ausstellung und bildnerische Summe der im an der Côte d’Azur gelegenen Château Grimaldi verbrachten Monate (1946/47).
Die versammelten Werke sind eine Hommage an das Mittelmeer und die Antike, vor allem aber eine Huldigung an Picassos junge Geliebte.

Pablo Picasso - Die Lust am Bild

13.1. bis 18.3.07

In dieser Ausstellung präsentiert das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster rund 160 Werke aus seinem umfangreichen Bestand. Neben einer großen Zahl von Lithografien Picassos sind Radierungen und Malerbücher des spanischen Künstlers sowie einige Fotografien von Lucien Clergue - namhafter Fotograf und Freund Picassos - zu sehen.

Der Künstler als Gaukler

15.09.06 bis 07.01.07
Die Welt des Zirkus und der Gaukler ist ein zentrales Thema der Moderne. Mit ihm befasst
sich diese Ausstellung, die nicht nur einen Überblick über die französische
Darstellungstradition gibt, sondern auch exemplarisch den deutschen Expressionismus beleuchtet. Rund einhundert Gemälde, Skulpturen, Handzeichnungen und Graphiken aus großen europäischen Sammlungen und Museen vergegenwärtigen die zahlreichen Facetten der Zirkus- und Gauklerthematik.

Braque - Miró - Picasso
Die Protagonisten der Moderne

19.08.06 bis 14.01.07
Präsentiert wird eine exemplarische Auswahl von Werken des „Dreigestirns“ der Moderne. Braque, Miró und Picasso waren alle freundschaftlich miteinander verbunden. Im Rahmen der Ausstellung werden die künstlerisch völlig unterschiedlichen Temperamente in spannungsvoller Dramaturgie vorgestellt. Im Parcours des Rundgangs werden thematische und inhaltliche Dialoge zwischen diesen „Protagonisten“ der Moderne inszeniert, die gerade ihre Eigenständigkeit anschaulich machen.

Robert Doisneau - Jäger der Bilder

16.06.06 bis 10.09.06
Wie kaum ein anderer Fotograf des 20. Jahrhunderts hat der 1912 geborene Robert Doisneau unser Bild von Frankreich, insbesondere aber von Paris und seinen Vororten geprägt. Immer ist es der Mensch, der im Zentrum seines Interesses steht. Verliebte Paare, spielende Kinder, verzweifelte Gendarmen im Pariser Verkehrsgetriebe, dies ist das fotografische Universum von Robert Doisneau, der als einer der bedeutendsten Vertreter der humanistischen Reportage-Fotografie gilt. Der „Kuss vor dem Rathaus“ aus dem Jahre 1950 ist zu einer fotografischen Ikone geworden, die nachhaltig unser Bild von der französischen Metropole als vermeintlicher „Stadt der Liebe“ geprägt hat.
Insgesamt siebzig der schönsten Fotografien dieses großen Franzosen sind im Rahmen der Ausstellung zu bewundern.
 

MARC CHAGALL Collection C. S., Paris

06.05.06 bis 30.07.06
Das Graphikmuseum Pablo Picasso präsentiert Chagall-Werke einer Pariser Privatsammlung, die in dieser Form noch nie gezeigt wurde. Ausgestellt werden rund einhundert Graphiken Marc Chagalls, der als der große Farbkünstler des 20. Jahrhunderts gilt. So hat Picasso einmal anerkennend gesagt, dass nach dem Tode Henri Matisses nur noch Marc Chagall wisse, was Farbe wirklich sei. Neben Pablo Picasso hat Marc Chagall das bedeutendste lithographische Oeuvre in der Kunst des 20. Jahrhunderts hinterlassen.

[ZusammenTreffen] – Françoise Gilot und Ulrich Mack

04.03.06 bis 11.06.06
Die Ausstellung zeigt unveröffentlichte Photographien der jungen Picasso-Muse Françoise Gilot, die der Hamburger Photograph Ulrich Mack Mitte der sechziger Jahre schuf. Im Dialog mit den Photos werden Picasso-Werke ausgestellt, die die jungendliche Muse künstlerisch umkreisen.

Max Beckmann: Die Realität der dunklen Träume

Handzeichnungen und Druckgraphik
17.02.06 bis 30.04.06
Die Sonderausstellung vereint rund 90 Graphiken und Handzeichnungen Max Beckmanns. Bei den präsentierten Werken handelt es sich um einen ungehobenen Kunstschatz, denn die Exponate entstammen einer süddeutschen Privatsammlung und waren bislang vor diesem Hintergrund nur äußerst selten geschlossen in einer Ausstellung zu bewundern.
Von den frühen Lithographien der Jahre 1910/11 wird der zeitliche Bogen bis hin zu den späten Arbeiten der vierziger Jahre gespannt. Bewegte, fein schraffierte Schilderungen des Berliner Großstadtmilieus und biblische Darstellungen eröffnen den Reigen der Präsentation, die fast sämtliche großen Werkfolgen und bedeutsamen graphischen Einzelblätter vereint.

Vorletzte Gedanken - Pablo Picasso und Jacqueline

25.11.05 bis 12.02.06
Das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster hat den verschiedenen Schaffensphasen des Spaniers einen Ausstellungszyklus gewidmet, der die inspiratorische und stilistische Bedeutung seiner jeweiligen Musen beleuchtet. Die dritte Präsentation in dieser Ausstellungsfolge konzentriert sich nun maßgeblich auf die letzten beiden Jahrzehnten im Leben und Werk Picassos an der Seite seiner letzten Ehefrau Jacqueline.
Im Wettlauf mit dem nahenden Tod entwickelt er hier noch einmal eine fulminante Schöpferkraft, wobei er als lebende Legende in einen imaginären Dialog zu den Großmeistern der Kunstgeschichte tritt und mit einer überbordenden Erotik immer wieder seinen ungebrochenen „élan vital“ dokumentiert.

Picassos Gebrauchskunst – Die Sammlung Margadant

02.09.05 bis 13.11.05
Die Ausstellung bietet einen repräsentativen Ausschnitt aus der Kollektion des Schweizer Sammlerehepaars Margadant. In fünf Räumen werden jeweils fünf thematische Schwerpunkte präsentiert, die Picasso als am Zeitgeschehen lebhaft interessierten und engagierten Künstler zeigen. Picasso wird durch seinen Eintritt in die kommunistische Partei Frankreichs (PCF) im Oktober 1944 unverkennbar zu einem ‚homo politicus.‘ Mit einem ihm gewidmeten Artikel auf dem Titelblatt reagiert die kommunistische Zeitung L’Humanité auf dieses Ereignis. 1949 tritt Picassos ‚Friedenstaube‘ einen Siegesflug durch Europa an, und das Kunstwerk wird zum epochalen Symbol. Kunst- und Ausstellungsplakate, die sich in einem gesonderten Ausstellungsraum anschließen, lassen ermessen, in welchem Umfang Picasso bereits zu Lebzeiten ein international umworbener Künstler war. Ab 1954 wird Picasso für seine Plakatkunst den Linolschnitt zum Medium ‚plakativer‘ Farbigkeit und kühner Formverkürzung wählen. Im Töpferort Vallauris entstehen Plakate für die jährlich stattfindenden Kunstausstellungen und Stierkämpfe. In den kühnen Verbindungen von Bild und Typographie demonstriert Picasso hier einen ganzheitlichen Gestaltungswillen.

Die vielen Gesichter der Moderne
Eine süddeutsche Privatsammlung

26.08.05 bis 20.11.05
Im Münsteraner Picasso-Museum wird erstmals ein privater Kunstschatz einer breiteren Öffentlichkeit zugängig gemacht. Zu sehen ist die außergewöhnliche Kollektion eines süddeutschen Ehepaares. Sie wuchs in über vierzigjähriger Sammeltätigkeit zu einer einzigartigen Fülle von Meisterwerken der klassischen Moderne an. Den Sammlungsschwerpunkt bildet die französische und deutsche Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Die ausgestellten Gemälde, Skulpturen, Handzeichnungen und Druckgraphiken liefern ein ungemein facettenreiches Bild der künstlerischen Avantgarde dieser Zeit. Im vielstimmigen Chor der Spitzenwerke sind Exponate von Paul Cézanne, Henri Matisse, Auguste Renoir, Auguste Rodin, Paul Signac und Henri de Toulouse-Lautrec zu bewundern. Der deutsche Expressionismus hingegen ist mit Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphiken der Künstlervereinigung Brücke und des Blauen Reiters vertreten. Einen besonderen Schwerpunkt bilden hierbei die Werke von Gabriele Münter, die in künstlerischer Zwiesprache mit Exponaten von Wassily Kandinsky gezeigt werden. Die 80 ausgewählten Werke versprechen ein Fest für das Auge, bevor sie nach dieser einmaligen Präsentation wieder an ihren privaten Aufbewahrungsort zurückkehren.

Fernand Léger: Figur – Objekt | Objekt – Figur

20.05.05 bis 14.08.05
Der Franzose Fernand Léger (1881 – 1955) zählt zu den großen Protagonisten der künstlerischen Avantgarde in Frankreich. Er ist schon längst in das Pantheon der Moderne eingegangen und seine Werke hängen in den großen Museen dieser Welt, vom Museum of Modern Art über das Pariser Centre Pompidou bis hin nach Skandinavien. Zum fünfzigsten Mal jährt sich im Sommer 2005 sein Todestag. Das historische Ereignis nimmt das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster zum Anlass, ihm eine Sonderausstellung zu widmen und seinem Beitrag zur Entwicklung der modernen Kunst nachzugehen.

Ulrich Mack: Industrielandschaften

20.05.05 bis 14.08.05
Parallel zur Léger-Präsentation zeigt das Graphikmuseum Pablo Picasso im Rahmen einer Kabinettausstellung eine Auswahl von Werken des Hamburger Fotografen Ulrich Mack. Im Jahre 1960 unternahm er eine Reise durch das Ruhrgebiet. Hierbei entstanden Bilder, die die kühle Ästhetik der Maschinen und Förderanlagen beschreiben, Kohlehalden türmen sich zu Gebirgslandschaften.

Pablo Picasso – Der Meister, sein Modell und das Atelier

25.02.05 bis 25.08.05
Picassos Schaffensphasen waren maßgeblich durch seine Musen bestimmt. Eine neue Liebe in seinem Leben läutete oftmals eine neue Stilphase ein. Aufgrund dieser engen Verknüpfung zwischen Biographie und Werk wird häufig auch in der Picasso-Forschung von der ‚Période Françoise‘ oder der ‚Période Jacqueline‘ gesprochen. In der Biographie des Künstlers bieten aber auch seine verschiedenen Ateliers ein räumliches und zeitliches Raster für sein gigantisches Œuvre. Picassos Ateliers sind vielfach Spiegel seiner biographischen Situation und materiellen Lebensumstände.

Matisse : Picasso
Ihr künstlerischer Dialog im buchillustrativen Schaffen

08.02.05 bis 15.05.05
Matisse und Picasso beäugten zeitlebens eifersüchtig die Schöpfungen des jeweils anderen. „Die beiden Maler begeisterten sich für einander, ohne sich besonders zu mögen“, beschrieb die in Paris lebende Amerikanerin Gertrude Stein ihre eigentümliche Mischung aus Freundschaft und Konkurrenz. Das berühmte Duett der Moderne wird im Rahmen der Ausstellung anhand seines graphischen Œuvres beleuchtet. Im Bereich der sogenannten Malerbücher (livres d’artiste) schufen beide unerreichte Meisterwerke. Ihr freundschaftliches Konkurrenzverhältnis wurde wiederholt von den Verlegern dieser Malerbücher eingesetzt und motivierte die Künstler zu Höchstleistungen in diesem Medium.

Die Antike im Spiegel der Moderne

26.11.04 bis 13.02.05
Pablo Picasso unterbreitete in späten Lebensjahren einem Museumsdirektor den Vorschlag, in ferner Zukunft einmal Fragmente seiner Keramiken zusammen mit antiken Exponaten in einem Museum zu präsentieren und fügte hinzu: „Ich würde gerne hören, was das Publikum dann sagt.“ Die Münsteraner Ausstellung hat den großen Meister beim Wort genommen und zeigt in künstlerischem Dialog originär antike Bildwerke mit Exponaten der Klassischen Moderne. Die antike Welt ist mit Vasen, Steinskulpturen und Kleinbronzen aus den reichen Beständen des Archäologischen Museums der Universität Münster in der Ausstellung vertreten. Im Rahmen der Präsentation werden diese in motivischer und thematischer Zwiesprache mit Werken von Georges Braque, Henri Laurens, Henri Matisse und Pablo Picasso gezeigt.

Menschen im Museum

24.09.04 bis 21.11.04
Das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster präsentiert unter dem Titel Menschen im Museum Werke von Honoré Daumier, Barbara Klemm und Matthias Beckmann. In historischer Perspektive vereint die Ausstellung drei unterschiedliche künstlerische Positionen zum Verhältnis zwischen Museen und ihren Besuchern.

Missing links – Neuerwerbungen der letzten drei Jahre

24.08.04 bis 13.02.05
Präsentiert werden die rund sechzig Werke Pablo Picassos, die seit Bestehen des Museums auf dem internationalen Kunstmarkt erworben werden konnten. Erstmals wird hiermit einer breiten Öffentlichkeit der in der Stille wachsende Bestand des Graphikmuseum Pablo Picasso Münster zugänglich gemacht. Bei den präsentierten Lithographien handelt es sich um spektakuläre Einzelwerke oder Blätter, die prominente Werkfolgen des Museums komplettieren und somit zu unverwechselbaren Ensembles machen.

Picasso und Marie-Thérèse Walter
Zwischen Klassizismus und Surrealismus

07.05.04 bis 08.08.04
Die Ausstellung beleuchtet anhand exemplarischer Werke das Schaffensjahrzehnt zwischen 1927 und 1937. In dieser Zeit ist die junge Marie-Thérèse Walter bevorzugtes Modell und Muse Picassos. Die athletische Gestalt der jugendlichen Geliebten erobert schnell die Bildwelt seiner Handzeichnungen und Druckgraphiken. Lange hält Picasso jedoch das Liebesverhältnis geheim und erst um 1932 wird die junge Muse auch in seiner Malerei gänzlich inthronisiert. Die Ausstellung versammelt rund 160 Werke aus bedeutenden europäischen Museen und Sammlungen. Ebenso unterstützen alle Kinder Pablo Picassos die Präsentation mit hochkarätigen Leihgaben. Die in Münster ausgestellten Gemälde, Skulpturen, Handzeichnungen und Druckgraphiken illustrieren mustergültig die stilistischen Facetten in Picassos Schaffen der späten zwanziger und dreißiger Jahre: Klassisches Ebenmaß und Ausgeglichenheit findet sich neben surrealen Deformationen der Gestaltwelt. Wie in kaum einer anderen Schaffensperiode erweist sich Picasso hier als virtuoser Jongleur der Stile.

Picasso – die großen Werkfolgen

27.02.04 bis 25.04.04
Nirgendwo kann man dem Künstlergenie Picasso so nah sein wie in seinen graphischen Folgen. Hier wandert das Auge des Betrachters von Werk zu Werk, analysiert im schöpferischen Nachvollzug die sich verändernde Bildidee. „Wenn man ganz genau weiß, was man machen will, wozu soll man es dann überhaupt noch machen?“ So lautete die Auffassung Picassos. Der Spanier wird in der aktuellen Ausstellung hautnah als Experimentator, ja geradezu als Tüftler erfahrbar. Nie ging er mit einer fertigen Kompositionsidee ans Werk, die Variation und das Experiment waren seine schöpferischen Erfüllungsgehilfen. Im Abschließen und Beenden eines Werks hingegen sah er Stillstand und Tod: „Ein Werk beenden! Ein Bild vollenden! Wie albern! Einen Gegenstand beenden heißt ihn fertig machen, ihn umbringen, ihm seine Seele rauben, ihm wie dem Stier die Puntilla geben …“

Bestiarium – Tierdarstellungen der klassischen Moderne

27.02.04 bis 25.04.04
Kunst, so hat einmal der französische Maler Paul Cézanne ausgeführt, sei eine Schöpfung parallel zur Natur. Die Ausstellung illustriert anhand ausgewählter Werke die Arten- und Gestaltenvielfalt in der klassischen Moderne. Während Picasso mit seiner Kröte ein Meisterwerk schuf – in der graphischen Flächenbeschreibung etwa mit Dürers Rhinoceros vergleichbar – verkürzte und verdichtete Georges Braque in seinen Werken insbesondere die Vogelwelt zu Chiffren. Das Naturvorbild erfährt in seinen Graphiken eine zeichenhafte Verkürzung. Den gleichfalls in der Ausstellung vertretenden Werken aus Raoul Dufys Bestiarium hingegen kommt durch ihre prägnanten schwarz-weiß Kontraste im Medium des Holzschnitts ein eher beschreibender Charakter zu.

Affichomanie – Plakatwahn

22.11.03 bis 15.02.04
Das künstlerisch gestaltete Werbeplakat eroberte in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts die Straßen von Paris. Bedeutende Künstler nahmen sich dieses neuen Mediums an. Die inflationäre Bilderflut wurde von Zeitgenossen als ‚Affichomanie‘, als ‚Plakatwahn‘ beschrieben. Mit 160 Werken aus den großen Museen und Bibliotheken Europas liefert die Münsteraner Ausstellung ein ungemein dichtes und facettenreiches Bild dieser künstlerischen Entwicklung. Neben zahlreichen Künstlerplakaten sind Handzeichnungen, Gemälde aber auch Photographien zu bewundern. Im Zentrum der Präsentation steht das künstlerische Schaffen Henri de Toulouse-Lautrecs (1864 – 1901). Die zahlreichen in der Ausstellung versammelten Exponate beleuchten seine künstlerischen Vorläufer, Zeitgenossen und Nachfolger.

Braque – Graphisches Werk

27.06.03 bis 12.10.03
Das graphische Werk von Georges Braque ist das konzentrierteste und nobelste der Moderne. Wir begegnen in ihm denselben Motiven wie in seiner Malerei: den griechischen Motiven wie dem Helios und den von Pferden gezogenen Wagen, den an die Prägekraft früher griechischer Münzen erinnernden Profilen, den Stilleben und schließlich den Vögeln. Mehr noch als bei den Gemälden eröffnet sich hier ein Einblick in das Innerste des kreativen Prozesses. Die Weise, wie der Künstler sich den vielfältigen Materien und Techniken zuwendet, den Lithosteinen und Umdruckpapieren, den farbigen Tuschen, den verschiedenen Sticheln zur Gravur der Metallplatten für die Radierungen, den Harzen und Säuren für die Aquatinta, den Druckstöcken für die Holzschnitte, dem Vernis (Firnis) und nicht zuletzt den unterschiedlichen Papieren, auf denen die Abzüge gedruckt werden: dies alles gleicht einem alchimistischen Prozess. Farbe um Farbe und jeweils von einer Platte, einem Lithostein, treten die verschiedenen Zustände einer Graphik zusammen, bis das komplexe Zusammenspiel von Überlagerungen und Interferenzen den definitiven Status etabliert. Aus einem Prozess von Intention und Unwägbarkeit heraus hat sich das Werk zu seiner eigenen, autonomen Wirklichkeit verdichtet. Es ist, wie Braque sagte, vollendet, „wenn es die Idee ausgelöscht hat.“

Reiz der Verwandlung
Metamorphosen im Werk Picassos

07.06.03 bis 15.11.03
Die Ausstellung beleuchtet das Thema der Verwandlungen in seinen verschiedenen Spielarten im graphischen Schaffen Picassos: zum einen werden seine Darstellungen antiker Verwandlungsmythen gezeigt. So illustrierte Picasso 1931 die Metamorphosen des Ovid, die eine literarische Summe der Verwandlungsmythen der antiken Götterwelt sind. Auch in den etwa gleichzeitig entstandenen Blättern der Suite Vollard beschäftigt sich Picasso mit antiken Mythen in Gestalt des Stiermenschen ‚Minotauros‘. Er wird für Picasso zum Träger biographischer Selbstdeutungen und Verweise.
Neben dieser auf der antiken Mythenwelt fußenden Beschäftigung mit den Metamorphosen zeigt die Ausstellung ferner die Verwandlung als grundsätzliches Gestaltungsprinzip im Œuvre Picassos. Insbesondere die graphischen Drucktechniken erlaubten ihm in einem Prozess des Entwerfens und Verwerfens stufenweise Umwandlungen seiner Bildideen. Die gezeigten Werkfolgen illustrieren diese für Picasso kennzeichnende Schaffensweise. Zudem wird in dieser Ausstellung aus Eigenbeständen auch inhaltlich mit den Werkgruppen ‚Maske und Maskerade‘, ‚Verwandlungen des Künstlers‘ sowie ‚Metamorphosen der Musen‘ das Thema der Gestaltumwandlung behandelt.

Das Buch als Bild - Picasso ‚illustriert‘

07.03.03 bis 23.05.03
Die Sonderausstellung zeigt buchillustrative Arbeiten Pablo Picassos (1881 – 1973) und vereint die umfangreichen Bestände der Herzog August Bibliothek mit Werken aus dem Graphikmuseum Pablo Picasso Münster. Die Präsentation bietet einen repräsentativen Querschnitt durch rund vierzig Jahre seines Schaffens. Picasso war zeitlebens eng mit einer Vielzahl von Schriftstellern befreundet. Bereits der junge Künstler suchte nach seiner Niederlassung in Paris im Jahre 1904 den Kontakt zu Literaten wie Guillaume Apollinaire, Max Jacob, Paul Eluard und Jean Cocteau. Der Kreis dieser Dichter um Picasso wurde auch als ‚Picasso-Bande‘ bezeichnet –mit den meisten verband ihn eine lebenslange Freundschaft.

Augenlust – Französische Malerbücher im 20. Jahrhundert

21.02.03 bis 25.05.03
Das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster präsentiert eine außergewöhnliche Kollektion französischer Malerbücher, die in ihrer Breite einen nahezu vollständigen Überblick über die Entwicklung der französischen ‚livre d’artiste‘ im 20. Jahrhundert erlaubt.
Werke von Braque, Matisse und Picasso bilden den Schwerpunkt der Ausstellung. Ferner ist Aristide Maillol mit seinem nahezu vollständigen buchgraphischen Schaffen vertreten. Die großen künstlerischen Entwicklungen der Moderne sind jeweils mit repräsentativen Werken präsent.

Pablo Picasso – Die Zeit mit Françoise Gilot

22.11.02 bis 16.02.03
Die Sonderausstellung, beleuchtet Picassos Schaffen der unmittelbaren Nachkriegsjahre. Die junge Françoise Gilot war in diesen Jahren Picassos Lebensgefährtin, Muse und bevorzugtes Modell. Wie kaum eine andere Frau im Leben des Künstlers ist sie im allgemeinen Bewusstsein gegenwärtig. Erstmals in Deutschland ist eine Picasso-Ausstellung ausschließlich der ‚Période Françoise‘ gewidmet.

Zwischen Arena und Atelier

02.08.02 bis 10.11.02
Die Ausstellung beleuchtet zwei zentrale Aspekte von Picassos künstlerischem Schaffen an der Côte d’Azur: Zum einen seine mit dem Jahr 1947 einsetzende Beschäftigung mit der Keramik, zum anderen die Auseinandersetzung mit der Bildwelt der Stierkämpfe, die in den fünfziger und sechziger Jahren in Arles, Nîmes und Fréjus veranstaltet wurden und Picasso zu einer Vielzahl von Werken inspirierten.

Suite Vollard – Bilder vom Olymp des Künstlers

22.02.02 bis 21.07.02
Von 1930 bis 1937 schuf Picasso eine Folge von hundert Graphiken, die nach dem Verleger und Kunsthändler Ambroise Vollard benannt wurde, der sie bei Pablo Picasso in Auftrag gab. Picasso variiert in der graphischen Suite unterschiedliche Themen wie Künstler und Modell oder den Minotaurus-Mythos. Das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster konnte im November 2001 die komplette Graphikfolge auf dem internationalen Kunstmarkt erwerben. Die Werke gelten in Fachkreisen als künstlerische Spitzenleistungen.

Picassos imaginäres Museum

25.11.01 bis 03.02.02
Die Sonderausstellung ist der Auseinandersetzung des Spaniers mit der Kunstgeschichte gewidmet und beleuchtet, wie im Schaffen Picassos aus Fremden Eigenes wurde. Rund 220 Werke Picassos sowie hochrangige Leihgaben (Francisco de Goya, Rembrandt) werden gezeigt. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Kunst-Museum Ahlen statt. Picasso: „Was ist im Grunde genommen ein Maler? Ein Sammler, der sich dadurch eine Sammlung schafft, indem er Bilder malt, die ihm bei anderen gefallen.“

Tête à tête mit dem Genie

08.09.01 bis 11.11.01
Die Lithographien ermöglichen besondere Einblicke in den künstlerischen Schaffensprozess des Jahrhundertgenies Pablo Picasso. In der Ausstellung finden sich seit längerer Abwesenheit auch wieder die weltbekannte Friedenstaube und die berühmte Stierserie. Private Leihgaben ergänzen die neue Präsentation, so eine Folge von Tierdarstellungen Picassos aus den 30er Jahren.

Verführte Blicke - Picassos graphisches Testament

01.06.01 bis 05.08.01
Gezeigt werden Graphiken der sogenannten Suite 156, die Picasso kurz vor seinem Tod schuf. Die 80 Exponate stammen aus dem Musée d’Art Moderne im französischen Saint-Etienne sowie aus Pariser Privatbesitz. Die Werke werden in Deutschland lediglich in Münster zu sehen sein.
Die Bildwelt der Erotik nimmt in der Suite breiten Raum ein. Weibliche ‚Zeigefreude‘ und männliche ‚Schaulust‘ thematisiert Picasso in immer neuen künstlerischen Variationen in dieser Serie. Auch setzt er sich intensiv mit dem Thema ‚Künstler und Modell‘ auseinander. Werke von Rembrandt oder Edgar Degas bilden ferner Ausgangspunkte für Picassos eigenes Schaffen.

Picasso in flagranti

02.03.01 bis 30.04.01
Kernstück der 210 Werke umfassenden Präsentation sind Picasso-Graphiken aus den umfangreichen Beständen des Münsteraner Museums. Diese werden ergänzt durch Keramiken des Künstlers, die er ab 1947 im Töpferort Vallauris schuf. In der Ausstellung werden Dialoge zwischen zeitgleich entstandenen Werken in verschiedenen Techniken inszeniert. Die Kombination von Keramiken und Graphiken in einer Ausstellung entspricht dem künstlerischen Verständnis Picassos von beiden Techniken, die er als wesensverwandt ansah: „Die Keramik funktioniert wie die Druckgraphik, der Brand ist wie der Druckvorgang.“

Graphikmuseum Pablo Picasso Münster
Die Sammlung Huizinga

10.09.00 bis 28.02.01
Gezeigt werden zahlreiche Lithographien des großen Jahrhundertgenies, die ausnahmslos zum Bestand des neu eröffneten Museums gehören.

ennl    [Impressum]